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Vorwort Der Mensch ist, was er denkt. Im Sport kann das eine Gnade sein oder ein Fluch; das hängt von der Qualität des Denkens ab. Als junger Sportler mit einer regen Phantasie war ich beides - begnadet und verflucht. In den Jahren, bevor viele Leute liefen oder irgend jemand formale Sportpsychologie praktizierte, hatte ich eine Vision von mir selbst als erfolgreicher Langstreckenläufer. Ich sah nicht gerade aus wie ein klassischer großer und hagerer Meilenläufer, und außerdem fehlten mir die Unterstützung eines Coach sowie...
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Vorwort Der Mensch ist, was er denkt. Im Sport kann das eine Gnade sein oder ein Fluch; das hängt von der Qualität des Denkens ab. Als junger Sportler mit einer regen Phantasie war ich beides - begnadet und verflucht. In den Jahren, bevor viele Leute liefen oder irgend jemand formale Sportpsychologie praktizierte, hatte ich eine Vision von mir selbst als erfolgreicher Langstreckenläufer. Ich sah nicht gerade aus wie ein klassischer großer und hagerer Meilenläufer, und außerdem fehlten mir die Unterstützung eines Coach sowie Trainingsmöglichkeiten. Aber weil ich mir vorstellte, ich könnte eine Meile schnell laufen, tat ich es -ich gewann vier High-School-Meisterschaften auf dieser Distanz. ftychologie funktionierte damals für mich. Sie arbeitete bald darauf gegen mich, als ich begann zu glauben, daß mein Potential grenzenlos sei. Ich dachte, wenn ich mein Ziel hoch genug steckte und genügend hart arbeitete, könnte mich niemand schlagen. Dann verlor ich gegen Läufer mit dem gleichen Willen zum Siegen und mit mehr Talent, dies auch zu tun. Die Niederlagen waren niederschmetternd, weil die Erwartungen so hochtrabend waren. Ich begann, mich als Verlierer zu sehen, und so nahm ich an keinen Wettkämpfen mehr teil aus Angst, ich könnte noch öfters verlieren. Das Problem wurde erst während einer langen Periode gelöst, in der ich mein Selbstimage korrigierte und mir erneut klarmachte, in eher persönlichem Sinne zu gewinnen. Selbst als die Gedanken sich weiterentwickelten, hinterließ diese Episode bei mir tiefen Respekt vor den Kräften des Geistes, der einem Athleten innewohnt. Der Mensch ist, was er denkt. Im Sport kann das ein Problem bedeuten oder eine Chance; das hängt davon ab, ob und wie man seinen Körper auch geisüg einsetzt. Mangel an Motivation und Mühe bedeuten für die meisten Sportler keine Probleme. Viel öfter bereitet es ihnen Kummer, daß sie zuviel verlangen und zu hart darum arbeiten. Ihr Ehrgeiz erstickt ihre Fähigkeiten. Sie kämpfen mit geistig-seelisch angezogenen Bremsen, indem sie Angst vor dem Versagen haben und dabei den Erfolg nicht zulassen. Die Gelegenheiten für Erfolge im Sport sind vielleicht nicht unbegrenzt, aber sie sind immer noch riesengroß. Jedem Athleten wohnt eine ungenutzte Leistungsfähigkeit inne, und dennoch erschließen sich nur wenige die Quelle sofortiger und dramatischer Verbesserung: mentales Training. »Training« impliziert speziell, geplant, Vorbereitung auf eine bevorstehende Veranstaltung. Physisches Training ist die normale Praktik in allen Sportarten. Mentales Training sollte es sein, ist es aber nicht. Sportler können geistig auf gleiche Weise vorwärtskommen, wie sie das körperlich tun: durch ein Training, das positive Fakten akzentuiert und negative Kräfte eliminiert, sowie dadurch, daß Intellekt, Gefühle und Geist genauso sorgfältig vorbereitet werden wie das Herz, die Lungen und die Beine. Dieses ideale Gleichgewicht gibt es kaum. Sporüer, die ihre körperliche Vorbereitung mikroskopisch genau betrachten, schenken einem geistigen Training lediglich einen flüchtigen Blick. Für diese Nichtbeachtung kann man sie nicht verantwortlich machen. Bislang hat es nur wenig Anleitung und Beratung darüber gegeben, wie man mental wirklich trainiert. Aufsätze über Sportpsychologie laufen im allgemeinen in zwei gegensätzliche Richtungen. Auf der einen Seite stehen die Klischees und Gemeinplätze, die Generationen von Trainern in ihren ermunternden Worten noch gefördert haben. Diese konzentrieren sich auf eine Aussage wie: »Du kannst alles, wenn du es nur ganz fürchterlich willst.« Wäre es nur so einfach Das andere Extrem sind Bücher von Psychologen, die ihre Leser mit Daten und technischer Fachsprache überhäufen. Ein Sportler ohne akademischer Bildung auf diesem Gebiet kann diesen theoretischen Stoff jedoch nicht in die Praxis umsetzen.

Termékadatok

Cím: Mentales Training [antikvár]
Szerző: Judy Foster Kay Porter
Kiadó: BLV Verlagsgesellschaft
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3405134714
Méret: 190 mm x 230 mm
Judy Foster művei
Kay Porter művei
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Vélemény:
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