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Moderne Maler wie Picasso und Matisse ebneten 1906 der primitiven Kunst Afrikas den Weg in die Salons von Paris. 30 Jahre später spricht der englische Bildhauer Henry Moore von »der gemeinsamen Weltsprache der Form«. Der vor über 2000 Jahren von den Griechen realisierte Begriff »Kunst« scheint die alleinige Vorherrschaft endgültig verloren zu haben. Die Um- und Neuwertung der Kunst brachte dem Kunstmuseum das Völkerkundemuseum als Stätte der künstlerischen Anregung und gleichwertigen Partner.
Mehr als 3000 mittlere und größere Siedlungsplätze aus der Zeit vor der Eroberung sind den Archäologen in Mexiko bekannt, weniger als ein Zehntel davon sind untersucht. Was Mexikos Erde jedoch bisher freigab, genügt, um große Säle der Völkerkundemuseen in der ganzen Welt zu füllen. Die unerschöpfliche Fruchtbarkeit im Erfinden von neuen Formen, bedingt durch die verschiedenartigen Kultursprachen der Völker Alt-Mexikos, und die bemerkenswerte Ausdruckskraft ihrer Künstler, die im Religiösen wurzelte, erheben mexikanische Kunstwerke
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