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Meyers grosses Taschenlexikon in 24 Bänden 8 (töredék) [antikvár]

 
Gart Garten [zu althochdt. garto, eigtl. „das Umzäunte"J allg. Bez. für ein kleineres, mit Zaun, Hecke oder Mauer umgrenztes Landstück am bzw. um ein Haus, das intensiv bestellt, jedoch nicht erwerbswirtschaftl. genutzt wird. Je nach Anlage und Aufgabe unterscheidet man zw. Nutz-G. (Obst- und Ge-müse-G.), Zier-G. (z. B. Rosen-G., Staudengärten) und wiss. Gärten (botan. Gärten). Gartenaere, Wernher der t Wernher der Gartenaere. Gartenampfer (Engl. Spinat, Rumex pa-tientia), bis 2 m hohe Art der zu den Knöterichgewächsen...
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Gart Garten [zu althochdt. garto, eigtl. „das Umzäunte"J allg. Bez. für ein kleineres, mit Zaun, Hecke oder Mauer umgrenztes Landstück am bzw. um ein Haus, das intensiv bestellt, jedoch nicht erwerbswirtschaftl. genutzt wird. Je nach Anlage und Aufgabe unterscheidet man zw. Nutz-G. (Obst- und Ge-müse-G.), Zier-G. (z. B. Rosen-G., Staudengärten) und wiss. Gärten (botan. Gärten). Gartenaere, Wernher der t Wernher der Gartenaere. Gartenampfer (Engl. Spinat, Rumex pa-tientia), bis 2 m hohe Art der zu den Knöterichgewächsen gehörenden Gatt. Ampfer in S-Eu-ropa und Vorderasien; ausdauernde Pflanze mit fingerdickem, stark gefurchtem Stengel und meist roten, dünnen, am Rande gewellten Blättern; werden als Gemüse gegessen. Gartenanemone (Anemone coronia), Anemonenart im Mittelmeergebiet und in Vorderasien; bis 40 cm hohe Stauden mit knolligem Wurzelstock und bandförmig geteilten, gestielten Blättern; Blüten groß (4-6 cm), endständig, in leuchtenden Farben. Gartenbänderschnecke t Schnirkel-schnecken. Gartenbau (Hortikultur), Form des Landbaus, die sich in die Bereiche Gemüsebau, Blumengärtnerei (t Zierpflanzenbau), t Samenbau und i Baumschule untergliedert. Charakterist. für den G. ist der intensive Anbau und die Erzeugung von pflanzl. Produkten, die meist ohne Veredelungsvorgang an den Verbraucher abgegeben werden. Gartenbauausstellungen (Gartenschauen), nat. oder Internat, öffentl. Leistungsschauen des Gartenbaus, die verbunden sind mit der Errichtung bleibender Park-und Gartenanlagen (Essen: Gruga [1929], Stuttgart: Killesberg [1939], Hamburg: Ausstellungspark Planten un Blomen [1953], Köln: Rheinpark mit Tanzbrunnen und Rheinseilbahn [1957],Dortmund: Westfalenpark [1959], Karlsruhe: Stadtgarten- und Schloßpark-Wiederherstellung [1967]). In der BR Deutschland findet in unregelmäßigen Abständen eine Bundesgartenschau statt (Hannover 1951, Kassel 1955, Köln 1957, Dortmund 1959, Stuttgart 1961, Essen 1965, Karlsruhe 1967, Dortmund 1969, Köln 1971, Mannheim 1975, Stuttgart 1977, Bonn 1979), außerdem die Internat. Gartenbauausstellung „IGA"(Hamburg 1953,1963,1973);eigenstän- dige Einrichtung ist die Internat. Gartenbauausstellung „iga" in Erfurt (erstmals 1961). Gartenbaubetrieb, Bez. für einen gärt-ner. Betrieb, der erwerbswirtschaftl. geführt wird, d.h., in dem Pflanzen oder pflanzl. Erzeugnisse zum Verkauf angeboten werden; häufig Erzeugerbet riebe. Gartenbaumläufer (Certhia brachydac-tyla), etwa 12 cm lange Art oberseits graubrauner, hell längsgestreifter, unterseits weißl. Baumläufer, v. a. in Gärten, Parkanlagen, Au-und Laubwäldern Europas (mit Ausnahme von N- und großer Teile O-Europas), NW-Afrikas und Kleinasiens; im Unterschied zum sonst sehr ähnl. i Waldbaumläufer mit bräunl. Flanken und etwas längerem, gebogenem Schnabel. Gartenbohne (Fisole, Phaseolus vulgaris), in S-Amerika (Anden und argentin. Mittelgebirge) beheimatete, heute weltweit verbreitete Bohnenart; einjährige Pflanzen mit windendem oder aufrechtem Stengel, dreizäh-lig gefiederten Blättern und weißen, gelbl., rosafarbenen oder violetten Blüten. Die G. wird in zwei Sorten (Buschbohne und Stangenbohne) kultiviert, deren unreife Hülsen und reife Samen als Gemüse gegessen werden. Gartenchampignon f Champignon. Gartenerbse (Gemüseerbse, Pisum sativum), einjährige, mit Blattranken kletternde Erbsenart mit meist einzelstehenden weißen Blüten; Hülsen 6-10 cm lang, derbschalig; Samen (Erbsen) kugelig, glatt, grünlichgelb, dottergelb oder grün; in vielen Sorten als Gemüsepflanze kultiviert. Gartenerdbeere T Erdbeere. Gartenfenchel T Fenchel. Gartenhaarmücke (Bibio hortulanus), bis 9 mm große Haarmücke; schwarz, ?$ gelbrot; Flügel bräunl.; die bis 15 mm langen Larven werden durch Wurzelfraß an Getreide, Rüben und Gartenpflanzen schädlich. Gartenhummel t Hummeln. Gartenkresse t Kresse. Gartenkunst (Gartengestaltung), die künstler. Formung begrenzter Freiräume durch Pfianzen, Wege, Anschüttungen, Planierungen, Architekturelemente, Wasser, Bildwerke. In der G. finden Vorstellungen vom Paradiesesgarten, von Arkadien, vom Götterhain mit der Freude an der künstler. gestalteten Natur zugleich ihren Ausdruck. Gartenlaube Als eines der î Sieben Weltwunder der Antike galten die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon (6. Jh. v. Chr.), ein System übereinander angeordneter Terrassen mit künsll. Bewässerung. Berühmt waren auch die pers. Gärten (v.a. schattenspendender Baumbestand, Wasserbecken), in helienist. und später röm. Zeit (Alexandria, Antiochia) wurde diese G. mit Brunnen, Grotten und vielen Gartenpflanzen übernommen. Die islam. G. entstand nach pers. Vorbildern und wurde durch die Mauren nach Spanien gebracht und beeinflußte auch die ind. Gärten. In China und Japan gliederten künstl. Seen mit Inseln, Brücken und Pavillons die Anlagen, bes. in Japan entwickelte sich eine verfeinerte, religiös-zeremoniell bestimmte G. die all-amerikan. Kulturen (u.a. die Inkas) hatten ebenfalls eine reiche G. In Mitteleuropa gab es im MA v. a. Nutzgärten; der Renaissancegarten wird als Kunstwerk verstanden und streng durchgegliedert mit Terrassen und Treppenanlagen, Statuen, Wasserbecken (u.a. in den Boboli-Gärten in Florenz, dem Garten der Villa Doria-Pam-phili in Rom und der Villa d'Este in Tivoli). Die führende Rolle im Barock auf dem Gebiet der G. übernahm Frankr. mit den Schöpfungen î Le Nôtres. Beim ,/r2. Garten"" sind Garten und Schloß Teile einer Gesamtkonzeption, die Natur wird in streng symmetr. Achsensystem einer architekton. Gestaltung unterworfen; Rabatten, Boskettgärten, Bildwerke und Steinvasen, Bassins mit Wasserspielen, Irrgarten, Orangerie u.a. sind wichtige Elemente. Das Vorbild von Versailles prägte die barocken Gartenanlagen in ganz Europa. Sie wurden nach und nach vom engl. Garten abgelöst. In England erfolgte bereits um 1730 ein Stil- und Geschmackswandel zum maier. geprägten „Landschaftsgarten" mit geschwungenen Wegen, weiten Rasenflächen und na-türl. Baumgruppen. Unter chin. Einfluß wurden Pagoden, Moscheen, Tempel, künstl. Ruinen usw. aufgestellt. Der engl. Garten bzw. der Park trat im 19. Jh. seinen Siegeszug in Europa und den USA an. - Moderne Aufgaben der G. sind Stadtdurchgrünung und Erholungszonen (größere Neuanlagen entstanden oft in Zusammenhang mit t Gartenbauausstellungen). - Abb. S. 8. ta Cowell, F. R.: G. Dt. Übers. Stg. 1979.-Thacker, C.: Die Gesch. der Gärten. Dt. Übers. Zürich 1979. Gartenlaube, Die, 1853 gegr. dt. illustrierte Familienzeitschrift; vorwiegend belehrende Beiträge und leichte, sentimentale Unterhahung (insbes. die Romane von E. Marlitt, später die von H. Courths-Mahler); seit 1938 u. d. T. „Die neue Gartenlaube" fortgesetzt (bis 1944, zuletzt in monatl. Folge). Gartenlaubkäfer (Junikäfer, Kleiner Rosenkäfer, Phyllopertha horticola), häufiger, 9-12 mm großer Blatthornkäfer in M-, S- und N-Europa; mit grünem bis grünlich-blauem Kopf und Halsschild, gelbbraunen Flügeldecken und metall. grün (auch blauschwarz) schillernder Unterseite. Gartenlaufkäfer t Laufkäfer. Gartenmelisse, svw. Zitronenmelisse (t Melisse). Gartennelke t Nelke. Gartenrettich t Rettich. Gartenrotschwanz t Rotschwänze. Gartensalat t Lattich. Gartensänger, svw. Gelbspötter (t Grasmücken). Gartenschädlinge, pflanzl. und tier. Lebewesen, die in Gärten Schaden an Pflanzen verursachen können. Von den Säugetieren sind es v.a. Feld- und Wühlmaus, aber auch Feldhase und Wildkaninchen, die durch Fraß an Wurzeln und oberird. Pflanzenteilen große Ausfälle bei Kulturpflanzen verursachen können. Weitaus größere Schäden werden jedoch durch Insekten {und deren Larven) angerichtet, z.B. durch Blattläuse, Kartoffelkäfer, Frostspanner, Kohleulen, Erbsenkäfer, Kohl-fliegen, Drahtwürmer und Engerlinge. Pflanzl. G. sind v.a. Mehltaupilze, Rostpilze, Brandpilze und Rußtaupilze. Gartenschau t Gartenbauausstellungen. Gartenschläfer (Eliomys quercinus), relativ kleine, schlanke Art der Bilche Europas (mit Ausnahme des Nordens) und NW-Afri-kas; Körperlänge etwa 10-17 cm, Schwanz etwa 9-13 cm lang; Oberseite etwa zimtfar-ben, Bauch weiß, Stirn rotbraun, Gesicht unterhalb eines ausgeprägten schwarzen Augenstreifs weiß. Seinen Winterschlaf hält der G. in Erd- oder Baumhöhlen, auch in Nistkästen. Gartenschnecke, svw. Gartenbänderschnecke (tSchnirkelschnecken). Gartenspötter, svw. Gelbspötter(t Grasmücken). Gartenstadt, seit Mitte des 19. Jh. diskutierter, von dem Briten E. Howard 1898 durchgesetzter Stadttypus („garden city") mit Sozialreformer. Zielsetzungen; von Grünanlagen durchsetzte Siedlung mit Arbeitsstätten in der Nähe übervölkerter Großstädte. Als G. entstanden Letchworth (1903 ff.) und Wel-wyn Garden City (1920ff.), in Deutschland Hellerau (1909ff.; heute zu Dresden); später hießen Vorstädte, die als reine Wohnbezirke angelegt worden waren, G. (z. B. Leipzig-Ma-rienbrunn, Karlsruhe-Rüppur). Gartenunkräuter, Sammelbez. für Pflanzen, die in Gärten unerwünscht auftreten (z.B. Gemeines Hirtentäschelkraut, Vogelknöterich, Trichterwinde, Gemeine Quecke). Gartenzwerg, für den Garten bestimmter, buntfarbiger kleiner Zwerg aus Keramik (auch aus KunststofO, der bei allen mögl. Verrichtungen gezeigt wird, als Angler, Gärtner, Musikant usw.; v.a. in Deutschland üblich (bed. Exportartikel). Gärtner, Eduard. * Berlin 2. Juni 1801,

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Cím: Meyers grosses Taschenlexikon in 24 Bänden 8 (töredék) [antikvár]
Kiadó: Bibliographisches Institut
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 341102108X
Méret: 130 mm x 190 mm
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