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Mich hungert
Damit beginnt mein bewußtes Leben. Meine
erste Erinnerung ist dieses: mich hungert
Bis dahin lag ich im selig Unbewußten, noch immer
wie im warmen Dunkel des Mutterleibes, im heiligen
Schutz der einzigen Liebe. Und dann riß mich das
lebendige Leben hinaus, ich fühlte: mich hungert
und erwachte ---
Damals wohnten wir noch allein in einer Wohnung
der Gartenstraße, am Stettiner Bahnhof, im Armuts-
viertel, dicht bei der Invalidenstraße, dem großen
Geschäftsboulevard des Nordens. Die drei Fenster
unserer beiden Vorderstuben, oben im vierten Stock,
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sahen hinunter auf die Geleise der Stettiner Bahn,
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auf Schienen, Weichen, Rangierhäuschen, Brücken
und Schuppendächer. Immer lärmte es da, Dampf
zischte, Pfeifen schrillten, Tag und Nacht. Meine
Mutter trug of t ein nasses Tuch um die Stirn, immer
schmerzte sie der arme Kopf. Sie schlief in einem der
Zimmer vorn. Ich mit der Schwester und dem
Bruder in der dritten Stube hinten neben der Küche.
Es ging uns noch gut damals. Unserer Mutter
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