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Kapitel i
Es war ein fensterloser Raum, in dem der Mann auf sein Urteil wartete. Er stand allein vor Gericht, kein Reporter und kein Zuschauer durfte den Prozeß verfolgen. Sein Opfer hatte einer rivalisierenden Bande angehört. Die Stimme der Staatsanwältin hallte in dem leeren Raum, als sie zum Schluß ihres Plädoyers kam.
»Euer Ehren, wir sind der Auffassung, daß die Höchststrafe in diesem Fall angemessen und gerechtfertigt ist. Der Angeklagte hat eine lange Liste von Vorstrafen vorzuweisen, darunter eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe. Auch hat er mit seinen eigenen Worten seine kaltblütige Verachtung für menschliches Leben demonstriert.« Als sie anfing, in ihren Papieren auf dem Tisch vor sich zu kramen, heulte die Klimaanlage plötzlich schrill auf und erstarb dann. »Ich zitiere aus dem Ermittlungsbericht: 'Obwohl das Opfer nach dem ersten Messerstich bereits zusammenbrach, stachen Sie noch dreimal auf den Mann ein?c Die Antwort des Angeklagten: Jch hab ihm voll eins auf die Zwölf gegeben, und er hat immer noch weiter ge-tickt.c« Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort. »Euer Ehren, es handelte sich um einen Menschen, nicht um eine Timex-Uhr.«
Der Angeklagte kicherte und hielt sich wie ein Kind die Hand vor den Mund. Der Pflichtverteidiger warf ihm einen Blick tiefster Verachtung zu, worauf der Angeklagte ver-