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August der Starke hatte bei seinem Regierungsantritte die .?^grosse Welt, den von dem grossen Zentrum der neuen Hofkultur Ludwigs XIV. an allen Höfen verbreiteten Glanz und alle damit verbundenen Freuden und Lustbarkeiten der damaligen Potentaten kennen gelernt. Er hatte, siebzehn Jahre alt, im Mai 1687 eine grosse über zwei Jahre dauernde Tournee durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien gemacht.
Auf der Reise nach Rom, das er aber noch später besuchte, wurde er von seinem Vater wegen Ausbruch des Krieges mit Frankreich zurückberufen.
August war von Natur aus mit einer herkulischen Körperkraft und einer ungemeinen Lebhaftigkeit bedacht. Er war in allen ritterlichen Künsten Meister, und seine Erscheinung war stattlich und imponierend. Er besass eine solche Riesenstärke, dass er Hufeisen zerbrechen, silberne Becher, Teller und sogar harte Taler in der Hand zusammendrücken und einrollen konnte. Man sagte damals, um diese Riesenstärke zu deuten, er habe in seiner Kindheit Löwenmilch getrunken. Man nannte ihn nur den sächsischen Herkules und der Ruf von seinem Mut, seiner persönlichen Tapferkeit, seinem ritterlichen Sinn, seinen vollendet vornehmen Manieren ging durch ganz Europa. Die Schönheit ward seine Göttin und er wandte sich ihr mit aller stürmischen Liebesleidenschaft einer heissen Jugendkraft zu.
Er zerbrach die Herzen der Damen, wie er die Hufeisen zerbrach.
In Paris, Venedig und Madrid bestand er die gefährlichsten Abenteuer und wurde wiederholt mit Dolchen bedroht