Bővebb ismertető
VORWORT
Dieser Roman über den feurigsten, intelligentesten und weltgewandtesten unter den Aposteln des frühen Christentums, Saul von Tarsdiisdi oder, wie ihn die Römer nannten, Paulus von Tarsus, ist das Ergebnis jahrelangen angestrengten Studiums. Der intellektuelle Pharisäer, Rechtsgelehrte, Theologe und spätere Apostel hat einen Einfluß auf die westliche Welt und das Christentum ausgeübt, der noch weit größer ist, als man heute schon zu glauben geneigt ist. Das Judenchristentum, das er so unermüdlich predigte, ist das geistige und sittliche Fundament unserer Welt, es hat durch 'die Kraft seiner Erkenntnisse und durch seine überzeugende Rechtmäßigkeit in den vergangenen 2000 Jahren eine wahrhaft neue Gesellschaft geschaffen und der Sache der Freiheit unschätzbare Dienste geleistet. „Freiheit soll herrschen im ganzen Land und unter seinen Bewohnern", hatte einst Moses verlangt. Das war das erste Mal, daß solche Gedanken ausgesprochen wurden, und Paul wiederholte diese Forderung mit allem Nachdruck, denn die Freiheit war das höchste Ideal des Judenchristentums, die Freiheit des Geistes, der Seele wie auch des Leibes. Für die Menschen war das ein neuer Begriff, und es darf daher nicht verwundern, daß die Feinde der Freiheit ihre ersten Angriffe gegen die Religion richteten, welche der Menschheit die Freiheit geschenkt hat.
Die Tatsache, daß sich der Mensch nicht ändert, mag den einen ermutigen, den anderen betrüben. Jedenfalls sehen wir uns heute mit den gleichen Problemen konfrontiert, die auch zu Paulus Zeiten die Welt bewegten. Es Ist ermutigend zu sehen, daß Im Menschen eine unbezwingbare Kraft steckt, die ihn Despoten und tyrannische Regierungen überleben und überwinden läßt, betrüblich aber ist es, daß der Mensch aus seinen Erfahrungen nichts lernt. Doch lange vor Christus hat ja schon Aristoteles festgestellt, daß ein Volk, das aus seiner Gesdiichte nichts lernt, dazu verurteilt Ist, sie ein zweites Mal zu erleben. Jedenfalls eine Situation, In der wir uns auch heute befinden.
„Es gibt nichts Neues unter der Sonne":
In den Tagen des Paulus von Tarsus befand sich das römische Reich in einem Zustand, der In mancher Hinsicht an die Vereinigten Staaten von heute denken läßt: eine Gesellschaft, die keine Tabus kennt, Sittenlosig-kelt, zynische Nichtachtung der hergebrachten menschlichen Tugenden, Prinzipien und ethischen Grundsätze, materialistisches Streben nach Besitz, Preisgabe der Religion, endlose Kriege, ruinöse Steuern, Vernich-