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Kein Zweifel, es war die abenteuerlichste Flucht in der Geschichte des geteilten Deutschland. Zusammengepfercht auf einer winzigen Gondéi, getragen von einem riesigen, selbstgenáhten Ballon, überquerten zwei Familien unter sternklarem Hímmel die Grenze zwischen Deutschland und Deutschland, zwischen Kommunismus und Kapitalismus, zwischen den Machtblöcken in Ost und West. Acht Mensehen mit HeiBluftballon aus der DDR geflüchtet, berichtete per Eilmeldung am Sonntag, dem ló.September, die Deutsche Presse Agentur. Die Nachricht ging um die Welt. Überall im Westen - von Amerika bis Australien, von Finnland bis Südafrika - wurde das anscheinend unglaubliche Ereignis verbreitet und kommentiert. Und überall im Osten peinlich verschwiegen. Eine Portion Schadenfreude war im Westen wohl auch dabeiplatzte die Ballonflucht doch mitten in die Vorbereitungen zur gröBten Jubelveranstaltung der DDR, die unter dem Motto GröBte Leistungsschau des Sozialismus auf deutschem Boden gerade ihren 30.Jahrestag feiern wollte. Vor diesem Hintergrund geriet die symboltráchtige Ballonfahrt der Familien Strelzyk und Wetzel aus der kleinen Stadt PöGneck in Thüringen in die kleine Stadt Naila in Oberfranken zum weltweiten Politikum. Für die New York Times sprach die Flucht zweier Familien mit einem Ballon Bánde über die politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Verháltnisse in der DDR. Die Süddeutsche Zeitung wertete das Ereignis als unerhörte Tat, die einen bitterbösen Kommentár auf die Verháltnisse ^ Der Ballon: Fassungsvermögen 4000 Kubikmeter, über 20 Meter breit, 26 Meter Lángé, 1250 Quadratmeter Stoff