Bővebb ismertető
Was ist dieses sogenannte »Alte Testament«, das mit Recht die Hebräische Bibel oder, besser noch, das Buch der Bücher genannt wird?
Im Grunde ist es ein Sammelband von Gotteserfahrungen und Dialogen zwischen Juden und dem Herrn der Welt: Ein Zwiegespräch zwischen Schöpfer und Geschöpf, das im alten Israel begonnen hat und seit damals überall weitergeht. Für Juden ist es weder »alt« noch ein »Testament«, denn Gott macht keine letztwilHgen Verfügungen, sondern »ein schlichtes Buch«, wie Heinrich Heine sagt, »bescheiden wie die Natur, auch natürlich wie diese; ein Buch das werkeltätig und anspruchslos aussieht wie die Sonne, die uns wärmt, wie das Brot, das uns nährt Wer seinen Gott verloren hat, der kann ihn in diesem Buch finden. Und wer ihn nie gekannt, dem weht hier entgegen der Odem des göttlichen Wortes.«
Ist diese Bibel heute überholt, antiquiert oder veraltet? Ist sie nach drei Jahrtausenden museumsreif geworden, oder führt sie bloß ein Scheindasein in Klöstern, Synagogen und theologischen Fakultäten?
Daß dieses Glaubensbuch der ersten Offenbarungsreligion nicht veraltet ist, bedarf weder wissenschaftlicher Beweisführung noch religiöser Argumentation.
Wie neu und lebendig es ist, bezeugt ein kurzer Ausflug durch die heutige Umgangssprache - ein paar Auszüge aus dem Zeitungsdeutsch unserer Tage sollten genügen. Denn allen wissenschaftUchen Fortschritten, Mondflügen und Atomkraftwerken zum Trotz wird der Mensch noch immer »nackt geboren wie Adam«, ist er »weise wie Salomo«, oder »stark wie Simson«, ein »langer Laban« oder der »wahre Jakob«. Er »lebt wie im Paradies«, und »hat Mose und die