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Die Schule des Lebens
Anstelle eines Vorworts
Die Schule des Lebens bietet einige schwierige Kurse an, aber gerade in diesen Kursen lernt man am meisten — besonders dann, wenn Jesus selber der Lehrer ist.
Am schwersten war es für mich, als ich Einzelunterricht hatte. Mein Klassenzimmer war damals sechs Schritte lang, zwei Schritte breit und hatte eine Tür, die nur von außen zu öffnen war. Nachher waren es vier elektrisch geladene Stacheldraht-zäune und ein Tor, das Männer mit Maschinenpistolen bewachten. Dann wurde die weite Welt mein Klassenzimmer. Ich bin mehrmals um die Erde gereist und habe in mehr als 60 Ländern und in allen fünf Kontinenten gearbeitet. Während dieser 30 Jahre lernte ich die verschiedensten Flughäfen kennen, Busstationen und Paßämter. Und unter mir waren Räder: Autoräder, Zugräder, die Räder von Rikschas und Pferdewagen, die Fahrgestelle von Flugzeugen. Räder, Räder, Räder. Sogar die Räder von Rollstühlen.
Ich habe die Gastfreundschaft vieler Häuser genossen und in mehr als tausend Betten geschlafen: in komfortablen Betten mit Schaurngummimatratzen und auf einfachen Matten. Ich habe in sauberen Räumen gewohnt und in schmutzigen. In Hollywood benutzte ich Badezimmer mit herrlichen Blumenfenstern, in Bor-neo bestand mein Baderaum aus einer Lehmhütte, in der eine Schale mit kaltem Wasser stand. In Israel, wo ich mit einer Gruppe von jungen Jüdinnen war, mußte ich über Berge von Schutt steigen, um zu meiner Erdhöhle zu gelangen, in der ich dann tief und ruhig schlief.
Immer, auch jetzt, im neunten Jahrzehnt meines Lebens, trug ich in meiner Hand die Bibel, dieses wunderbare Buch voll guter Nachrichten. Die Bibel — das ist Überfluß für jedermann, und es fällt mir gar nicht schwer, mich in die Lage der Jünger zu versetzen, als sie 5000 und mehr Menschen mit fünf Broten und