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Vorwort
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Wie ich der starken Resonanz entnehme, ist seit dem Erscheinen des y^
ersten Teils von «Miteinander reden» (1981) das Interesse an der Psychologie der zwischenmenschlichen Kommunikation gewachsen ' llf^l
und allerorten der Wunsch entstanden, sie als Lehrfach zu etablieren i j f |
- in Unternehmen ebenso wie in Schulen, Hochschulen und fast allen ,' | j 1
Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Gleichzeitig wurde mir in ¦ '
der Auseinandersetzung mit Kursteilnehmern, Frauen und Männern ,i; [
aus ganz verschiedenen Berufen, deutlicher, daß die Menschen in der Art, wie sie «miteinander reden» und ihre Beziehungen gestalten, sehr verschieden sind und für ihre persönliche Entwicklung ganz unterschiedlicher Anstöße bedürfen. Haben wir nicht manchmal sogar etwas «Richtiges» den «falschen» Leuten beigebracht? Der vorliegende Band 2 konzentriert sich auf diese Unterschiede, während der Band 1 als allgemeine Grundlage unverändert bleibt. Damit der zweite Band (für Fortgeschrittene) auch ohne Kenntnis des ersten gelesen werden kann, habe ich in Kapitel II, 1 eine kurze Wiederholung des quadratischen Modells der zwischenmenschhchen Kommunikation eingefügt, die der kundige Leser übergehen oder als Auffrischung überfliegen kann.
Dieses Buch hatte seine «Generalproben» in den Vorlesungen «Kommunikation und Persönhchkeit» an der Hamburger Universität 1984 bis 88. Meine Studentinnen und Studenten haben darauf mit mehreren hundert persönlichen Erlebnisberichten reagiert. Ihnen verdanke ich viel authentisches Erfahrungsmaterial, das, ebenso wie einige ihrer Forschungsarbeiten, in dieses Buch eingeflossen ist. In dem Bemühen, wissenschaftliche Erkenntnisse in einer alltags- und erlebnisnahen Sprache darzustellen, ohne dabei stilistisch allzusehr zu verunglücken, sah ich mich durch Annette Börner entscheidend unterstützt. Inhaltlich gereift ist das Buch durch fachliche Auseinandersetzungen mit meiner Frau Ingrid, wobei sich Ermutigung und kritisches Stirnerunzeln in etwa die Waage hielten. Manuskriptgestaltung durch Claudia Wörpel und wie immer Ingrid Größner - allen herzlichen Dank an dieser Stelle!
Hamburg, Januar 1989