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Einleitung
Die Gmndlagenbände «Miteinander reden 1-3» (1981,1989 und 1998) sind angeliommen: Davon zeugen eine Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren sowie unzählige Klassenarbeiten in Schulen, Prüfungen an Universitäten und Kurse im Berufsleben. Erfreulich, dass Erkenntnisse zur zwischenmenschlichen Kommunikation heute zur Allgemeinbildung gehören.
Dieser Ergänzungsband hat zwei Aufgaben. Erstens enthält er Aktualisierungen und neue Erkenntnisse. Der erste Band von «Miteinander reden» ist vor mehr als einem Vierteljahrhundert erschienen. Seither sind zu den vier Obren des Empfangers einer Äußerung vier Schnäbel dazugekommen und vieles mehr. Ich nutze hier die Gelegenheit, meine Kommunikationspsychologie auf den neuesten Stand zu bringen. Insbesondere der «Klassiker», das Kommunikationsquadrat, hat dieses «Update» nötig. Einstmals ein Solist, hat er sich inzwischen zum Orchestermitglied gewandelt, in dem andere Instrumente gewichtig mitspielen: das Innere Team, das Werte- und Entwicklungsquadrat, das Teufelskreis- und das Situationsmodell. Auch diese Modelle (bis auf das noch junge Situationsmodell) erhalten hier je ein eigenes Kapitel mit neuen Gedanken und Schaubildem, wie sie in den Seminaren der letzten Jahre entstanden sind.
Die zweite Aufgabe ist im Untertitel «Fragen und Antworten» angedeutet. Der Erfolg der Grundlagenbände ist wunderbar, aber: Ist denn alles angekommen, wie es gemeint war? Und war alles so gemeint, wie es angekommen ist? Spätestens, wenn der Leser zum Anwender wird, sobald er die Modelle nicht nur kognitiv versteht, sondern sie auch begreift, nach ihnen greift, um mit ihnen ein persönliches Arbeitsbündnis einzugehen und die eigene Praxis zu erhellen -spätestens dann ergeben sich neben der Erkenntnis auch Irritationen, Missverständnisse und Rückfragen.
Einleitung 7
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