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Mitteilungen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft 102. [antikvár]

B. Meyer, M. Corre, N. Lamersdorf, R. Brumme, Z. Feng

Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft , Megjelenés: 2003. január 01.
 
Das Göttinger E-Feld: Der K-Zustandnach 130 Jahren Versuchsdauervon Chr. Ahl und B. Meyer1Versuchsablauf: Das sog. "E-Feld Göttingen" ist einesder europäischen Dauer-Düngungs-Versuchs-felder,die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhdts. mit der Fragenach Wirkung und Rate der Düngung mit N, P und Kbegründet wurden. Es wurde 1873 von drechslerangelegt und bis 1958 als Feldversuch betrieben. Dannwurde sein Boden wegen Baubeanspruchung desGeländes schichtweise in 4 Lagen ä 25 cm in 30 m2Betonbassins überfuhrt. Nach weiteren 12 Jahrenwurde diese...
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Das Göttinger E-Feld: Der K-Zustandnach 130 Jahren Versuchsdauervon Chr. Ahl und B. Meyer1Versuchsablauf: Das sog. "E-Feld Göttingen" ist einesder europäischen Dauer-Düngungs-Versuchs-felder,die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhdts. mit der Fragenach Wirkung und Rate der Düngung mit N, P und Kbegründet wurden. Es wurde 1873 von drechslerangelegt und bis 1958 als Feldversuch betrieben. Dannwurde sein Boden wegen Baubeanspruchung desGeländes schichtweise in 4 Lagen ä 25 cm in 30 m2Betonbassins überfuhrt. Nach weiteren 12 Jahrenwurde diese Anlage erneut aufgelöst und der Bodenschichtweise in 44 Betonringe von ca. 1 m2 0 Fl.überfuhrt (Innenwände zur Vermeidung einer IC-Abgabe mit Polyester isoliert). Seit 1975 wird nur Ngegeben und die K-Exhaustion verfolgt. Der Versuchist nicht in der Liste der Welt-Langzeitversuche vonkörschens enthalten, weil er nicht mehr im Feldeexistiert.Versuchskonzept: Der Versuch war 1873 sokonzipiert, daß in 8 Düngungsvarianten je einer derdrei Hauptnährstoffe 4 x gedüngt und 4 x nichtgedüngt wurde. Für das K hieß dies: Varianten ohneK: 0 - NP - N - P; Var. mit K: NPK - NK - PK - K. Essind also 4 Düngungsvar., die seit 130 Jahren keine K-Düngung erhalten haben. - Der Versuch lief in 8unterteilten Streifen in einer 9-, dann 8-gliedrigenFruchtfolge. Seit 28 Jahren werden die Erschöpfungs-versuche mit jährlich nur einer Kulturpflanze durchge-führt, in den letzten 10 Jahren ausschließlich mit Mais.Boden: Der Boden ist ursprünglich eine Gley-/Pseudogley-Schwarzerde aus ca. 180 cm kalk-haltigem Löß über würmzeitlichem Schwemm-Frost-schutt mit darin hoch anstehendem Grundwassergewesen. Unmittelbar vor der Stadtmauer Göttingensgelegen, ist er Jahrhunderte lang Bestandteil der bür-gerlichen Gartenzone (Zone 1 nach Thünen) mit einerstarken Anreicherung von Nährstoffen durch dieständige Ausbringung städtischer Abfalle gewesen.Dies ist der Grund dafür, daß die Vorräte an löslichemP bis heute keinen P-Düngungseffekt erkennen lassen.Der A-Horizont ist bis in 50 cm Tiefe, z.T auch tiefer,durchmengt, inhomogen, aufgehellt und gegenüberdem Löß darunter noch zusätzlich mit Basenangereichert worden: CaC03 ca. 6 %.Düngung: N: Zu der quantitativ nicht abgeschätzten N-Zufiihr aus Leguminosen, schäfer (1978) rechnet imJahresdurchschnitt der Rotation mit 40 kg/ha, tretenmineralische N-Düngungsgaben von 46, später 38, 50und 48 kg*ha"1a'1. Dieser Betrag kann bei völligerAbfuhr der gesamten Ernteprodukte als ertrags-limitierend angesehen werden, in unseren Versuchen1 Inst, für Bodenwissenschaft, Univ. Göttingen, von-Siebold-Str. 4, 37075 Göttingen, email: [email protected] 100 bzw. 150 kg*ha",a"1 gegeben.K-Düngung: Besondere Aufmerksamkeit hat das E-Feld dagegen in vielen Arbeiten wegen seiner K-Dynamik gefunden (u.a. Graf reichenbach 1957;Timmermann u. Welte 1976). Der Ausgangszustandum 1873 läßt sich nicht mehr ermitteln. Die K-Parzellen haben in den 96 Jahren der Düngung (1873 -1968) an K erhalten:18.202 kg/haIn den ersten 28 Versuchsjahren ist K in Höhe von ca.340 kg*ha"V gegeben worden, um bei der hohenVersorgung des Ausgangsboden auch gegenüber der 0-Parzelle einen K-Effekt zu erzielen.K-Abfuhr: Die K-Abfuhr läßt sich aus Mangel anAnalysen des Erntegutes nicht errechnen. tornau(1959) schätzt, daß auf den K-Parzellen nach denersten 28 Jahren der K-Anreicherung ein Gleichge-wichtszustand zwischen K-Zufuhr und K- Abfuhreingetreten ist. v. Seelhorst (1910) beziffert auf-grund seiner Lysimeterversuche den K-Auswa-schungsverlust auf höchstens 10 kg*ha"'a"1. 1899 und1929 wurden in den Ap-Hor. die HCl-lösl. und 1956durch Graf Reichenbach die Flußsäure/Perchlor-säure - löslichen Gesamt-K-Gehalte gemessen. DieDifferenz zwischen allen "K"- und "KNull"-Varianten(wie auch der K-reichsten Parzelle "K" und der K-ärmsten Parzelle "N") betrug nach 83 Jahren nur 3500,2550 und 3200 kg K/ha. Das läßt sich evtl. mit demstärkeren K-Entzug auf den "K"- und demschwächeren auf den "KNuI,"-Parzellen erklären.K-Vorräte: Die Gesamt-K-Vorräte der A-Horizontebelaufen sich in der K-Parz. auf ca. 64.000 kg/ha,davon rund 50.000 kg/ha auf die K-Feldspäte (14,6 %K), deren K-Freisetzungsrate wegen der hohen CaC03-Gehalte des Bodens als gering anzusetzen ist. Rund14.000 kg/ha entfallen auf Glimmer und Dreischicht-Ton (1,5 % K), und dieses ist die Bodenkomponente,innerhalb derer sich die K-Mengen von Düngung undAbfuhr etablieren.Tab. 1: Austausch- u. Zwischenschicht K nach Reichen- bach (1957)ppm Kkg K/ha (3,75 kg/ppm)KKNu||KKjvjuiiAustausch-K (DL, CAL,Mehlich)373941.400350Zwischenschicht-K4.0003.59015.00013.460Unsere eigenen Gesamt-Aufschlüsse an den 24 Ap-Horizonten der jetzigen Versuchsringanlage zur K-Exhaustion haben kein statistisch verwertbaresResultat geliefert. Die früheren Untersuchungen sindan Mischproben aus den 400 m2 Parzellen der 8Versuchsvarianten durchgeführt worden, wohingegenunsere heutigen Ringbassins trotz beim Füllen ange-strebter Homogenisierung die historisch durch Garten-nutzung entstandene Inhomogenität und die Varia-

Termékadatok

Cím: Mitteilungen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft 102. [antikvár]
Szerző: B. Meyer , M. Corre , N. Lamersdorf , R. Brumme Z. Feng
Kiadó: Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft
Megjelenés: 2003. január 01.
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 290 mm
B. Meyer művei
M. Corre művei
N. Lamersdorf művei
R. Brumme művei
Z. Feng művei
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