Bővebb ismertető
Hunger, W.* Die Waldböden des Erzgebirges bestehen nur auf einem kleinen Teil der Fláche aus in situ gebliebenem Verwitterungsmaterial des anstehenden Grundgesteins. Vielmehr ist das feste Grundgestein meist von 5-20 dm máchtigen Wanderschuttdecken überzogen. Diese sind im Verlauf vorwiegend quartárer Erosions- und Akkumulationsvorgánge entstanden und zum eigentlichen Ausgangsmaterial der Bodenbildung geworden. Vor allém weichselzeitliche Substratbewegungen in Form von Solifluktion (auf máfcig geneigten Hangén) und Kryoturbation (auf ebenen bis schwach gewölbten Hochfláchen) lassen sich in allén Höhenstufen des Erzgebirges im Schichtenbau der Bodenprofile erkennen. Áltere (z.B. praecenomane, tertiáre und elsterzeitliche) Sedimentreste sind selten, meist fossil und nur kleinfláchig erhalten geblieben. Die jüngsten Sedimentdecken stammen aus dem Holozán; neben den Sedimenten der Talauen und den Moorauflagen gehören hierzu die an über 15° geneigten Hangén (z.B. an tief eingeschnittenen Flufcleiten) auch rezent entstehenden lockeren Hangschutte. Alle Wanderschuttdecken sind .in sich durch Schichten vertikal untergliedert(sogenannte Substrátfolgen). Die einzelnen Schichten unterscheiden sich je nach Korngröfcenzusammensetzung, mineralischer Zusammensetzung und den Anteilen "fremder" Gesteine, die aus dem oberhalb des Bodenprofils gelegenen Einzugsgebiet stammen und von dort (z.B. durch BodenflieSen) herangetragen wurden. Besonders in den unteren und mittleren Berglagen können ehemals weichselzeitliche, aber seit der Wende zum Holozán von den Hochfláchen in tiefer gelegene Hangpartien hineingeflossene LöSlehme (Hanglehme in Form von Staublehmen) die Bodenprofile substratmáfcig sehr beeinflussen. Der Aufbau jedes Bodenprofils differenziert sich in zweifacher Hinsicht, und zwar nach 1.Schichtfolge 2.Horizontfolge Die Schichtfolge erfafct die substratmáfcigen bzw. gesteinsbedingten (lithogenen) Merkmale; die Horizontfolge ergibt sich aus den pedogenen (durch Entstehung, Eigenschaften und ' Verlagerung -der Bodenkolloide sowie der Bodenwasserform bedingten) Merkmalen. Zur Schichtsymbolik werden römische Zahlen benutzt; zur Horizontsymbolik dienen die im deutschen Raum vereinbarten Technische Universitát Dresden, Fakultát Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften Institut für Bodenkunde und Standortslehre PF 10, 01735 Tharandt