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Richard Perger:ZUR HERKUNFT DER VOTIVTAFEL DES JODOK HAUSER (f 1478)Das Museum mittelalterlicher österreichischer Kunst der österreichischen Galerie zeigt in seiner ständigen Ausstellung in der Orangerie des Unteren Belvedere eine auf Fichtenholz gemalte Bildtafel im Format 166,5 X 75 cm, die sich durch die Anordnung der dargestellten Figuren und durch eine Inschrift als Votivtafel oder Epitaph erweist (Abb. 1). Auf ornamentiertem Goldgrund sehen wir Christus am Kreuze, zu seiner Rechten einen bärtigen Heiligen mit Schwert, zur Linken eine heilige Jungfrau. Zu Füßen des Heiligen kniet betend ein geharnischter Mann, bartlos und barhäuptig, mit schulterlangem Blondhaar; zu Füßen des Kruzifixus lehnt unter reicher Helmzier und -decke ein "Wappen, das in silbernem Feld einen seitwärts gerichteten, wachsenden schwarzen Bären zeigt. Zu Füßen der heiligen Jungfrau knieen betend eine Frau, das Haupt unter dichtem weißen Gebende verborgen, vor ihr zwei Mädchen und ein Knabe. An der unteren Schmalseite des Bildrahmens lesen wir die dreizeilige Inschrift:Herr Jhesu Crist der Junckfrawen sun ich lob dich von Grünt meies hertzh / Anno dni 1478 In die Invcaonis sancti Stephani ohiit strenuus miles et / dns dns Jodocus hawser cuis anima Requiescat In pace Amen.Das Bild stand bis zum Jahre 1933 in einer, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammenden, hölzernen Kapelle im Dorfe Neusiedl (Ortsgemeinde Langenrohr, Bezirkshauptmannschaft Tulln, Niederösterreich). Als sich ein Antiquitätenhändler dafür interessierte, ver-anlaßte der damalige Ortsvorsteher R. Bauer die Reinigung und Schätzung der Tafel in Wien. Ein Mäzen, der ungenannt bleiben wollte, erwarb sie um öS 6000, und schenkte sie 1933 dem Kunsthistorischen Museum in Wien ^ 1953 ging sie in den Bestand der österreichischen Galerie über und führt dort die Inventarnummer