Bővebb ismertető
VorwortIm Jahre 1996 haben die mit der Europäischen Union assoziierten Länder Mittel- und Osteuropas ihre demokratischen Institutionen weiter konsolidiert und wirtschaftliche Fortschritte erzielt. Damit hat sich die Ausgangslage zum Beitritt in die Europäische Union weiter verbessert. Zugleich zeigt sich jedoch, daß bislang keiner dieser Staaten die erforderlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Standards für einen EU-Beitritt vollständig erfüllt. Nachdem zu Beginn des Transformationsprozesses die makroökonomische Stabilisierung Priorität hatte, standen im Jahre 1996 institutionelle und rechtliche Reformen, die konsequente Weiterentwicklung der Wettbewerbspolitik, die Stabilisierung des Bank- und Kreditwesens, der Aufbau funktionsfähiger Sozialsysteme sowie der Ausbau der Infrastruktur im Vordergrund.Alle zehn assoziierten Länder haben bereits formelle Beitrittsanträge an die Europäische Union gestellt, zuletzt Slowenien im Juni 1996. Da jedoch bislang weder Zeitplan noch Ablauf künftiger Osterweiterungsrunden feststehen, bleibt die Beitrittsperspektive für die mittel- und osteuropäischen Länder weiterhin unklar. Eine EU-Mitgliedschaft ist erst nach einer anstehenden Strukturreform der EU und daher wohl nicht vor dem Jahr 2000 absehbar. Nach dem Beschluß des Madrider EU-Gipfels im Dezember 1995 sollen erste Beitrittsverhandlungen sechs Monate nach Beendigung der Maastricht-Revisionskonferenz eingeleitet werden, also voraussichtlich Ende 1997/Anfang 1998.Zur Vorbereitung des Beitritts ist es notwendig, den Stand der poUtischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Reformen in den mittel- und osteuropäischen Ländern zu ermitteln und die Probleme in den einzelnen Ländern zu identifizieren. Eine nüchterne und kritische Bestandsaufnahme kann Ansatzpunkte für gezielte westliche Unterstützung aufzeigen und zusätzliche Informationen für die Beitrittsverhandlungen sowie die damit verbundenen politischen Entscheidungen bereitstellen.Die vorliegende Studie analysiert die Integrationsfähigkeit der zehn mit der Europäischen Union assoziierten Staaten. Sie erscheint in jähriicher Folge im Kontext des Projektes Strategien für Europa, das die Bertelsmann Wissenschaftsstiftung zusammen mit der Forschungsgruppe Europa am Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München durchführt. In den zehn Länderberichten beurteilen Experten die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Jahres 1995/1996 anhand eines vorgegebenen