Bővebb ismertető
Die Zahl der mittelalterlichen Bildwerke im Kunsthistorischen Museum ist eine kleine. Die Museumbestánde sind aus Privatsamm* lungen habsburgischer Fürsten des 16. und 17. Jahrhunderts hervorgegangen und legen Zeugnis ab für die Geschmacksrichtung der Zeiten, in denen sie entstanden sind. Dies er* klárt das Überwiegen der Kunstwerke der Re* naissance und des Barock. Denn Verstándnis für die Kunst des Mittelalters zu gewinnen, blieb einer spáteren Zeit, der Romantik, vor* behalten. Das Bild, das der junge Goethe und Herder, das die Schlegel und Tieck vom Mittel* altér entwarfen, als einer aus tiefstem nationalem Bewufítsein oder aus gottesminniger, stiller Be* schránktheit schaffenden Zeit, war so gut aus der eigenen Sehnsucht erschaut, wie die Vor* stellung Winckelmanns oder Lessings von der »edlen Einfalt und stillen Gröfíe« der Antiké. Auch dieser erste köstliche Impuls der Romantik ist im Laufe des 19. Jahrhunderts versandet. Man hat neugotisch gebaut; es gab eine neu* gotische Mode, so gut wie es vorher einen Stil »empire« gegeben hatte; aber wie hier das An* tike, war dort das Mittelalterliche Mantel für den eigenen kühlen Geschmack. Man hat das Mittelalter historisch erforscht, aber das Inter* esse war unbeseelt; das Zeitalter der Natúr* wissenschaften hat den Begriff vom »dunkeln