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J^)ie Geschichte begann mit einem Donnerwetter. Sacristi!" rief Jeanron und sprang über die heftig flutende Gosse. Sapristií" ediote Daumier und sprang ebenfalls, aber zu kurz, so dafi der Wasserschwall seine langen Beine überspülte. Er schalt sich lachend einen Tölpel. Doch die Füfie waren trocken geblieben, und das war die Hauptsache. Sacristi oder Sapristi, die Geschichte hatte wirklich mit einem Donnerwetter angefangen. Die spaten Morgenstunden hindurch gewitterte es über der Ile de Francé, als arrangierte der Bühnenmeister der GroBen Oper ein Höllensturzfinale. Noch gegen neun Uhr wölbte der Himmel eine blausilberne Venusgrotte über dem Liebesspiel von Sonne und Seine, aber máhlich bezog sich die Bláue mit dünnmilchiger Haut. Dichte Wolken entquollen einem grámlichen Nichts, und das Firmament verwandelte sidi in einen Waschbottich. Alsbald gewahrte Honoré Daumier, das schlaksig-hübsche Junghahnchen, dicke Tropfen auf dem kalkigen Pflaster. Er fand, dafi diese Tropfen just einem Fünffrankstück glichen. Wenn sie oben die schafsdamliche Visage des zehnten Kari und untén die drei königlichen Lilién trügen, so könnte man sie aufklauben, um daheim die kargen Fleischtöpfe zu füllen. Aber schon purzelten die schwarzen Schattenmünzen auf die graue Zeichenmappe nieder, und der Kunstschüler rettete sich mit weitausladenden Sprüngen, geschickter als spáter am Rinnstein, unter die Passage vom Pavillon de l'Horloge. Gleich rechter Hand erwartete ihn sein Freund Philipp August Jeanron, gleichaltrig, gleichfühlend und gleichstrebend; man wollte heute morgen eine nutzbringende Dreisprache mit der Aphrodité von Melos haltén. Ihr Standbild, um sechstausend Frankén seinerzeit dem königlichen Achtzehnten von Frankreich überwiesen, warb nun im Louvre um das Herz der Franzosen, zwar eine luftig gekleidete Beauté, doch in jeder Krume des parischen Marmors eine Dame.