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Shotaro Yasuoka
Die Glasschuhe
Nacli zwölf Uhr nachts wird es sogar in dem lebhaften Shimbashi-Viertel ruhig. Nur dann und wann saust ein Auto vorüber, und sein Motorengeräusch verhallt langsam in der Feme.
„Was hast du denn?" fragte ich Etsuko, die vom Bett aus mit mir telefonierte. Ich nahm den Hörer in die schweißfeuchte Hand und preßte meinen Rücken gegen die Stuhllehne.
„Ach, ich möchte so gern einem Bären begegnen! Hast du schon einmal einen Bären gesehen, der mit einem Fisch über der Schulter dahertrottet?" „Nein."
„Das klingt ja reichlich immteressiert! Ich mag Bären wirklich gern! Stimmt es, daß sie sich mit Menschen miterhalten können?" „Ich habe keine Ahnung."
„Immer redest du davon, daß du aus Hokkaido stammst, imd du weißt das gar nicht?" Während ich auf Etsukos Stimme lauschte, die, indem sie ein dünnes Metallplättchen in Schwingungen versetzte, zu mir drang, fiel mein Blick auf die Jagdflinten, die in der Glasvitrine ihre blauschwarzen Rük-ken nebeneinanderreihten. Wenn ich den kindlichen Körper von Etsuko mit der flachen Brust und den komisch langen Gliedmaßen umarmte, war mir oft, als bräche er mitten entzwei. Sobald sie aber begann, mir Widerstand zu leisten, mißlang mir jeder Versuch, diesen gewaltsam zu besiegen. Es war so schwierig,