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George Grosz - Montage: John Heartfield [antikvár]
 
•i ¦ ^ mm' Aile kursiv gesetzten Texte wurden vom Autor geschrieben Worum es geht Heartfields Produktion in der) 20er und 30er Jahren signalisiert eine Umwälzung in der Entwicklung der bildenden Kunst, die mit der Eroberung des Perspektivraums im 15. Jahrhundert vergleichbar (und als Negation mit ihr verbunden) ist. Diese kunsttheoretische Bedeutung des Werks von Heartfield. das der Inspiration durch George Grosz in den Jahren 1916- 1920 Entscheidendes verdankt, ist von der Kunstgeschichtsschreibung auf groteske Weise übersehen...
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•i ¦ ^ mm' Aile kursiv gesetzten Texte wurden vom Autor geschrieben Worum es geht Heartfields Produktion in der) 20er und 30er Jahren signalisiert eine Umwälzung in der Entwicklung der bildenden Kunst, die mit der Eroberung des Perspektivraums im 15. Jahrhundert vergleichbar (und als Negation mit ihr verbunden) ist. Diese kunsttheoretische Bedeutung des Werks von Heartfield. das der Inspiration durch George Grosz in den Jahren 1916- 1920 Entscheidendes verdankt, ist von der Kunstgeschichtsschreibung auf groteske Weise übersehen worden. Das bürgerliche Standardwerk über die Malerei im 20. Jahrhundert, Werner Haftmanns 2-bändiger Wälzer gleichen Titels (1), nennt im Namensregister über 1 100 Personen, denen im Zusammenhang mit der modernen bildenden Kunst Bedeutung zugemessen wird. Der Name von John Heartfield ist nicht darunter. Zwischen dem abstrakten Maler Hans Härtung und dem Expressionisten Ernst Heckel ist kein Platz für einen Mann, den selbst der SPIEGEL 1972 (2) den „größten visuellen Agitator der deutschen Arbeiterklasse" nennt. In der Adenauer-Ära, deren Geist das Buch von Haftmann prägt, lebte Heartfield in der BRD nur in der Erinnerung von Antifaschisten weiter, die ihn oder seine Fotomontagen gekannt hatten. Eine Wende brachte erst die antiautoritäre Phase der Studentenbevvegung mit ihrer Rekonstruktion der Traditionen proletarischer Kultur. Heartfield wurde im Lager der rebellierenden Jugend als Mitstreiter gesehen; seine Montagen tauchten in Raubdrucken und Untergrundzeitschriften wieder auf, waren auf Demonstrationen und Wohnungswänden zu sehen, wurden in Ausstellungen einbezogen. Das Buch von Wieland Herzfelde, dem Bruder des Künstlers, das 1962 veröffentlicht wurde. (3). lieferte dazu Informationen und Bildmaterial und erschien als Zugang zum historischen Heartfield. Herzfeide hat mit diesem Werk die Giftküche aufgebrochen, in die eine an Heckel und Härtung orientierte Kunstgeschichtsschreibung die Säure J. H. einzupanzern gedachte. Daß dieselbe bei dieser Operation durch eine Enthistorisierungstendenz leicht verwässert wurde, fiel lange Zeit nicht auf. In der Absicht, die agitatorische Kraft der Montagen der Gegenwart nutzbar zu machen, hat Herzfelde — mit Zustimmung seines Bruders (4) — Eingriffe in die Text und Bildstruktur vieler Montagen vorgenommen. (5) Herzlichen Dank, Angelika, Antje, Dodo, Helmut, Irene, Jürgen, Maruta für Eure freundliche Unterstützung. Besonders danke ich Gertrud Heartfield und Tom Fecht; ohne die in Freundschaft begründete Zusammenarbeit mit ihnen hätte ich das Buch nicht realisieren können. In dem vorliegenden Buch wird der Versuch gemacht, die historische Gestalt des Werkes von John Heartfield zu rekonstruieren. (6) Heartfield ist bekannt geworden als Fotomonteur; er war aber nicht in allen Phasen seines künstlerischen Lebens Fotomonteur, und wenn er es war, war er stets mehr als das: Maler, Reklamezeichner, Typograf, Lay-Outer, Redakteur. Buchillustrator. Dokumentarfilmer, Trickfilmer, Bühnenbildner. AgitProp- Verantwortlicher, ehe er seine klassischen Montagen für die „Arbeiter-Illustrierte-Zeitung" (A-l-Z) in den Jahren 1930 -1938 machte. Die Spuren dieser vielseitigen Erfahrung sind an den A-I-Z-Montagen ohne Schwierigkeit nachweisbar. Nach 1938, in der englischen Emigration, und dann nach 1950 in der DDR war Heartfield aus verschiedenen Gründen nicht mehr in erster

Termékadatok

Cím: Montage: John Heartfield [antikvár]
Szerző: George Grosz , Milovan Stanic Wieland Herzfelde
Kiadó: Elefanten Press Galerie
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 240 mm x 310 mm
George Grosz művei
Milovan Stanic művei
Wieland Herzfelde művei
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Vélemény:
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