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Ein junger Schriftsteller, der darauf bedacht war, den Anfang '
seiner Erzählung so wirksam und originell wie möglich zu ge- i.
stalten, begann folgendermaßen: »>Verdammt!< sagte die Her- ''
zogin.« f, s
Sonderbarerweise beginnt auch meine Erzählung so. Nur ist
die Dame, die dies ausrief, keine Herzogin. Es war Anfang Juni. Ich halte mich geschäftlich in Paris aufge-halten und kehrte nach London zurück, wo ich mit meinem alten Freund, dem belgischen Ex-Detektiv Hercule Poirot, eine \, Wohnung teilte. ! Der Calais-Expreß war auffallend leer - mein Abteil beher- ^ bergte außer mir nur noch einen Fahrgast. Ich hatte das Hotel H ziemlich überstürzt verlassen und war, als der Zug abfuhr, noch mit meinem Gepäck beschäftigt, ohne meine Reisege- f fährtin weiter zu beachten. Nun wurde ich aber lebhaft an ihr l' Vorhandensein erinnert. Sie sprang plötzlich von ihrem Sitz auf, ließ das Fenster herab, steckte den Kopf hinaus, zog ihn ^^ sofort wieder zurück und rief kurz und überzeugend: »Verdammt!« i Stirnrunzelnd blickte ich auf und sah in ein hübsches, keckes Gesicht, über dem ein flotter, kleiner roter Hut thronte. Dichte t-schwarze Lockenbüschel verbargen die Ohren. Ich schätzte, ¦ daß sie nicht mehr als siebzehn Jahre zählte, aber sie war dick 5 gepudert, und ihre Lippen hatte sie ganz unmöglich rot geschminkt.
Ohne jegliche Verlegenheit erwiderte sie meinen Blick und schnitt dann eine Grimasse.
»Du lieber Himmel, jetzt haben wir den guten Mann entsetzt!« bemerkte sie zu einem unsichtbaren Zuhörer. »Ich bitte wegen meiner Ausdrucks weise um Vergebung! Gar nicht damenhaft und dergleichen, aber bei Gott, ich habe allen Grund dafür! Denken Sie, ich habe meine einzige Schwester verloren!« i
»Wirklich?« sagte ich höflich. »Wie unangenehm!« »Er ist unzufrieden!« bemerkte die junge Dame. »Sogar äußerst unzufrieden - sowohl mit mir als auch mit meiner Schwester und das ist nicht nett, weil er sie doch gar nicht kennt!«