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In der Halle des Tigris Palace Hotel in Bagdad saß die Krankenschwester Amy Leatheran aus London an einem Tisch und schrieb an eine befreundete Kollegin.
» Ich glaube, das sind alle Neuigkeiten. Es ist natürlich angenehm, etwas von der Welt zu sehen, aber England bleibt für mich stets das Höchste. Der Schmutz und die Unordnung in Bagdad sind unbeschreiblich - kein bißchen romantisch ist es hier, wie man es sich nach der Lektüre von >Tausendundeiner Nacht< vorstellen könnte. Am Fluß ist es sehr schön, aber die Stadt finde ich entsetzlich - es gibt nicht einen anständigen, sauberen Laden. Major Kelsey führte mich durch die Bazare - man kann nicht leugnen, daß sie einen gewissen Charme haben -, aber es wird viel Schund und Kitsch angeboten, und das ständige Gehämmer auf die Kupferpfannen macht einem Kopfschmerzen, und ich würde kein einziges Stück benutzen, bevor ich es nicht gründlich gereinigt hätte. Wenn aus der Stellung, von der Dr. Reilly sprach, etwas wird, schreibe ich Dir ausführlich. Er sagte mir, der betreffende Amerikaner sei jetzt in Bagdad und werde mich wahrscheinlich heute nachmittag aufsuchen. Er will mich für seine Frau anstellen, die, wie mir Doktor Reilly sagte, an Wahnvorstellungen leidet. (Hoffentlich hat sie nicht Delirium tremens.) Natürlich sagte Dr. Reilly nichts dergleichen, aber er zwinkerte mir so merkwürdig zu. Der Amerikaner, ein Dr. Leidner, ist Archäologe und leitet irgendwo in der Wüste Ausgrabungen für ein amerikanisches Museum.
Nun, meine Liebe, will ich schließen; Du hörst demnächst mehr von mir.
Herzliche Grüße Deine Amy Leatheran.«