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Mosaiken von Ravenna [antikvár]

Anna Maria Cetto

 
Ravenna ist der einzige Oft im Bereich der abendlándischen Kirche, dessen frühchristliche Mosaiken mit denen Roms wetteifern können, ja sie in den Schatten stellen. Ursprünglich war Ravenna eine Lagunenstadt und durch Sümpfe gegen das Landesinnere hin geschützt. Es verfügte über den ausgezeichneten Hafen Classis, der als AdriaStützpunkt der römischen Flotté grosse Bedeutung gewann. Als Kaiser Honorius im Jahre 402 n. Chr. seine Residenz von Mailand nach Ravenna verlegte, gab er damit den Auftakt zu der hervorragenden Rolle, welche...
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Ravenna ist der einzige Oft im Bereich der abendlándischen Kirche, dessen frühchristliche Mosaiken mit denen Roms wetteifern können, ja sie in den Schatten stellen. Ursprünglich war Ravenna eine Lagunenstadt und durch Sümpfe gegen das Landesinnere hin geschützt. Es verfügte über den ausgezeichneten Hafen Classis, der als AdriaStützpunkt der römischen Flotté grosse Bedeutung gewann. Als Kaiser Honorius im Jahre 402 n. Chr. seine Residenz von Mailand nach Ravenna verlegte, gab er damit den Auftakt zu der hervorragenden Rolle, welche die neue Kapitale des weströmischen Reiches als Stadt der Mosaiken spielen sollte. Denn seine Halbschwester Galla Piacidia schritt nun als kaiserliche Bauherrin voran, gründete zahlreiche Kirchen und liess sie mit Mosaiken práchtig ausschmücken (Tafeln 1-3). Ihrem Beispiel folgten Herrscher wie der arianische Ostgotenkönig Theoderich (Tafeln 6-11), priváté Stifter wie Julianus Argentarius (Tafeln 13-18) und die ravennatischen Erzbischöfe, vor allém Neon (Tafeln 4 und 5) und Agnellus (Tafel 12). Die frühchristlichen Mosaiken bedecken gewaltige Gewölbe- und Wandfláchen. In den Hauptbildern sind die Darstellungen figürlicher, an den Rahmen und architektonischen Gliederungen dekorativer Art. Manchmal wurden ganze Gewölbe mit einem Blütenornament bestreut (Tafel 3). Zusammengesetzt sind die Mosaiken aus Stiften von farbigen Glasflüssen, meist quadratischen Querschnitts (etwa 1 cm2), die man in den weichen Mörtel eindrückte. Die Figuren hatte man zuvor in Umrissen auf die Wand gezeichnet. Blau fárbte man die Glasflüsse mit Kobalt, grün mit Kupferoxyd, rot mit Kupfer. Gold- und Silberwürfel wurden hergestellt aus Glasstiften, auf die ein Metallpláttchen aufgelegt und alsdann mit einer farblosen Glasschicht überschmolzen ward. In der prunkvollen Zeit Kaiser Justinians verwandte man auch Perimutter, für Weiss und Grau mitunter Marmor. Ein einziges Mai - im Bildnis des Kaisers selber - setzte man einen grossen, rundén Karneol ein, um den Edelstein in der kaiserlichen Gewandfibel darzustellen (Tafel 17). Nur weniges von den reichen Gründungen der Galla Piacidia hat sich erhalten. Im Bereich ihres Lorbeerpalastes

Termékadatok

Cím: Mosaiken von Ravenna [antikvár]
Szerző: Anna Maria Cetto
Kiadó: Hallwag Verlag
Kötés: Ragasztott kemény papírkötés
Méret: 120 mm x 190 mm
Anna Maria Cetto művei
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