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Kapitel i
Alles begann an einem sonnigen Mittwoch im August, als ich gerade mal vierundzwanzig Stunden in Wien war. Eben noch hatte ich mich im Theaterfoyer unbeschwert den Journalistenfragen nach meiner Meinung zur Wiener Opernwelt und nach meiner Interpretation der Pamina gestellt, da trat durch eine unscheinbare Seitentür zu meiner Linken Marcus zurück in mein Leben, so unerwartet, dass mir buchstäblich die Spucke wegblieb und meine letzte Antwort in einem unverständlichen Krächzen endete. Den Journalisten entging meine plötzliche Erregung nicht, und als sie Marcus bemerkten, brach ein Blitzlichtgewitter los, prasselten von allen Seiten Fragen auf ihn herab. Ich war, zumindest vorübergehend, vergessen, und das machte mich alles andere als unglücklich. Denn auch mich interessierte, was eine blond gefärbte Journalistin Marcus auf Englisch zurief: »Mr. Reardon, was tun Sie in Wien?«
»Nur die Ruhe, meine Damen und Herren! Mr. Reardon wird all Ihre Fragen beantworten - nacheinander!«
Die Antwort kam auf Deutsch und nicht von Marcus. Der Koloss von Mann, der sich hinter ihm durch die Tür zwängte, war Professor Karl-Leopold Lohner, der Intendant des nagelneuen Pegasos-Theaters. Obwohl seine unglaublichen Fleischmassen den grauen Dreiteiler bei jedem Atemzug zu