Bővebb ismertető
Vorwort
In neuerer Zeit haben sich Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen verstärkt der Mumienforschung zugewandt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen hat man in vielen Teilen der Welt eine Reihe neuer Funde gemacht, die nicht nur in Fachkreisen Aufsehen erregt haben. Zum anderen stehen der Forschung heute verfeinerte Untersuchungsmethoden und Techniken zur Verfügung, die den bisher gängigen weit überlegen sind. Methoden, mit denen ältere Befunde teils bestätigt, teils widerlegt und neue, oft gänzlich unerwartete Erkenntnisse gewonnen wurden. Schließlich hat sich in der Mumienforschung eine Organisationsform herausgebildet, die auch in vielen anderen Forschungsbereichen immer mehr an Bedeutung gewinnt: die fachübergreifende Zusammenarbeit von Geistes- und Naturwissenschaftlern an gemeinsamen Aufgaben. Ein Beispiel dafür ist das erfolgreiche Mumienprojekt der Universität Manchester, wo unter der Leitung einer Ägyptenforscherin Sprach-, Kunst und Religionswissenschaftler, Ärzte und Zahnärzte, Zoologen, Botaniker und andere
Schnitt durch eine alt-peruanische Hockermumie aus Ancón mit Stoffumhülhmg und Scheinkopf. Näheres darüber ab Seite 41.
Spezialisten nach vorheriger Absprache und Planung gemeinsam an bisher ungelösten Problemen des ägyptischen Mumienwesens arbeiten.
Dieses WAS IST WAS-Buch beschreibt die Welt der Mumien anhand ausgewählter Beispiele aus aller Welt. Es zeigt, warum Mumien für die geschichtliche und völkerkundliche Forschung so interessant sind. Und es verdeutlicht, daß das Mumienwesen stets eng verknüpft ist mit den Vorstellungen der Menschen vorn Wesen des Todes und mit ihren Hoffnungen auf ein Weiterleben im Jenseits.