Bővebb ismertető
Vorwort
Mihály Munkácsy gehört zu den wenigen Großen, die dank ihrer künstlerischen Bedeutung den Namen unseres Landes in der Welt bekannt machten. Dennoch wurde er bei uns niemals volkstümlich. Schon mit seinem Abieben geriet er in Vergessenheit. Die jüngeren Generationen kennen ihn heute meist gar nicht mehr. Seit Jahren wird kaum noch über ihn geschrieben, da unsere Kunstexperten völlig andere Betätigungsfelder bevorzugen. Die wenigen Bilder im Besitz der Stadt Luxemburg sind dem breiten Publikum nicht zugänglich; teils verstauben sie in Depots. Und auch im Staatsmuseum stellt man die ihm zugeschriebenen Werke, darunter selbst Schenkungen, nicht aus. Seit seinem Tode beläßt man ihn also mehr oder weniger in der Mottenkiste - ein rettungslos in Ungnade Gefallener. So geistert beispielsweise auch hierzulande bezüglich seiner monumentalen Christusbilder noch immer das unsinnige Wort vom „Religionsschinken" umher. Doch auch im Ausland wird er immer noch übersehen. Einige seiner Werke konnten vor wenigen Jahren zu Spottpreisen erworben werden. Außer in seinem Heimatland Ungarn und in vereinzelten amerikanischen Kunstmetropolen wird seine Bedeutung nur selten erkannt.
Das vorliegende Buch möchte den Luxemburger Kultur- und Kunstliebhaber wieder für den genialen ungarischen Maler interessieren. Andererseits haben auch ungarische Munkácsy-Verehrer vielfach nur ungenaue und äußerst lückenhafte Vorstellungen von den Begebenheiten, die ihr Landsmann in unserem Lande erlebte. Wenn im Laufe dieses Jahrhunderts, insbesondere vor dem Zweiten Weltkrieg, in Luxemburg zahlreiche kleine biographische Zeitungs- und Revuebeiträge erschienen, so hat sich doch bis auf den heutigen Tag niemand so recht daran gesetzt, das mannigfach erhaltene Material zusammenzustellen und zu verarbeiten. Ein ähnliches gilt übrigens für die Zeichner bzw. Aquarellisten und Maler Hugo, Madou und Turner. Ohne den Anspruch auf absolute wissenschaftliche Fachkenntnis anstreben zu können, soll diese