Bővebb ismertető
Das Museum für auslandische Kunst der Lettischen SSR ist eine der gröfiten Aufbewahrungsstátten von Denkmalern der Kunst verschiedener Epochen und Völker in der Sowjetunion. Im Museum, das über 17 000 Exponate beherbergt, ist die Kunst der Völker des Orients, der Antiké und Westeuropas reprásentiert. Die umfangreichste Sammlung des Museums ist die der westeuropáischen Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts. Dieser Umstand ist gesetzmáfiig mit der Entwicklungsgeschichte des Museums verbunden, das aus einer Reihe von Privatsammlungen der Maierei und Graphik entstanden ist, die im 18. und 19. Jahrhundert zusammengestellt wurden und die Interessen ihrer Besitzer widerspiegelten. Als Ausgangspunkt der Museumssammlung diente die Sammlung des Rigaer Arztes und Reisenden Nikolaus Himsel, die 1773 der Stadt Riga vererbt wurde. Neben einer grófién Bibliothek sowie Denkmalern der Geschichte, Naturwissenschaft und Numismatik umfafite sie auch Werke der Maierei und Graphik. Die ganze Sammlung wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im sogenannten Himselmuseum ausgestellt, das in der Stadtbibliothek untergebracht war. 1866 hat der Stadtmagistrat Rigas 47 Gemálde bei dem Sammler Domeniko de Robiani unter der Bedingung einer Rente auf Lebenszeit erworben. Das waren Werke niederlándischer, deutscher und französischer Maler. Domeniko de Robiani, Italiener von Geburt, hatte sich in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Riga niedergelassen. Er war Gehilfe des Generalgouverneurs des Ostseegebiets und betatigte sich als Gutachter für Kunstwerke im Zollamt. Als er den BeschluB gefafit hatte, an seinem Lebensende in die Heimat, nach Italien, zurückzukehren, überliefi er seine Sammlung der Stadt Riga. Die Sammlung Domeniko de Robianis bildete zusammen mit den Werken aus dem Himselmuseum die Grundlage der Stadtischen Gemáldegalerie, die auf Beschlufi des Rigaer Magistrats Mitte der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts gegründet werden sollte, wozu er jedoch keine geeigneten Raume zur Verfügung stellen konnte. Von 1879 bis 1905 war die Galerie im Hause des Bürgermeisters Ludwig Kerkovius untergebracht. Es wurden drei Abteilungen - die der altén italien'ischen und französischen Kunst, der altén deutschen und niederlandischen Kunst und die Abteilung der neuen deutschen Kunst - eingerichtet.