Bővebb ismertető
In Zeiten, in denen der Schaustellung große Wichtigkeit zukommt, um Verstehen zu bewirken, es aber auch zur Suche nach wissenschaftlicher Erkenntnis gehört, alles Dargestellte zu hinterfragen, liegt es nahe, die Frage aufzuwerfen, welche Gesichtspunkte sich aus dem Zusammenhang zwischen Minderheit und Museum gewinnen lassen. Einem solchen Blickwinkel, bezogen auf die Deutschen in den Ländern des südöstlichen Europa, war im Oktober 2010 eine Tagung der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa gewidmet, deren Erträge an dieser Stelle teilweise veröffentlicht werden. Das fachliche Begleitwort zu diesem thematischen Schwerpunkt stammt von Christian Glass, dem Direktor des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm, wo jene Tagung stattgefunden hat.
Darüber hinaus enthält Band 6 der Danubiana Carpathica auch Varia se-lecta von Vertreterinnen und Vertretern des wissenschaftlichen Nachwuchses (Sabine Jesner, Eva Posch, Mathias Duller) oder von Kommissionsmitgliedern (Boris Golec), die jeweils völlig unterschiedliche Fragestellungen aufgreifen, die auch mit „den Deutschen" in Verbindung zu bringen sind. Dabei wird ersichtlich, dass es nicht immer nur auf die regionale deutsche Siedlungsgruppe ankommt, sondern auch auf Einflüsse, die auf den deutschsprachigen Raum zurückgehen oder mit von dort stammenden Organisationsmustern zusammenhängen.
Der Herausgeber dankt den Autorinnen und Autoren für deren Aufwand, Frau Eva Posch für die Unterstützung bei der Redaktion des Bandes, Herrn Ralf Thomas Göllner für den mit großer Sorgfalt und Umsicht erstellten Drucksatz sowie dem Verlag Oldenbourg für Herstellung und Vertrieb der vorliegenden Publikation.
Graz, im November 2012 Die Herausgeber
Danubiana Carpathica 7 (54) 2013, S. 7-8 7