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Heinrich Schütz - Musikalische Exequien [antikvár]

Musikalische Exequien [antikvár]

Heinrich Schütz

 
^Ibfonberlidj Derjeictjnüs bercn in biefem IDercfiein beflnbs liefen Ztluficalifájen Sactjen / ncbcnft 6cn L)r6inan^en an 6en (ßünftigcn Lcfer. bte[em jnuficaltfdjen IDcrdlein feynb nur breverley Stüde ober Comert 5U befinben. L Zilie 6ic jentgcn Sprüche fjeiltger Sdjrifft / nni (ßefe^Iem (C^riftlicijer T^irc^cn« (Scfänge / tDcIdje Selige cerftorbenc ®naien / bcy öero Eebscifeti auf i" gctjeimb gefcí;afften Sarct / auftücnöig auff 6em Decfel mi6 auff beyien Seilen aud; 5um Raubten cn6 Jüffen / Derscidjnen ün6 fcfireiben...
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^Ibfonberlidj Derjeictjnüs bercn in biefem IDercfiein beflnbs liefen Ztluficalifájen Sactjen / ncbcnft 6cn L)r6inan^en an 6en (ßünftigcn Lcfer. bte[em jnuficaltfdjen IDcrdlein feynb nur breverley Stüde ober Comert 5U befinben. L Zilie 6ic jentgcn Sprüche fjeiltger Sdjrifft / nni (ßefe^Iem (C^riftlicijer T^irc^cn« (Scfänge / tDcIdje Selige cerftorbenc ®naien / bcy öero Eebscifeti auf i" gctjeimb gefcí;afften Sarct / auftücnöig auff 6em Decfel mi6 auff beyien Seilen aud; 5um Raubten cn6 Jüffen / Derscidjnen ün6 fcfireiben laffen / sufammen in ein Concert gcfaffet / pni auffgefe^ct / in ^onn einet Ceutfcí!en Miffa, nací; art 5er Lateinifii)en Kyrie.^ Chriße., Kyrie Eleysott. Gloria in exceljis. Et in terra fax &c. 2. Die IDort oöet 6er Ceyl roelctfen Selige ®na6en 5U 6ero Scidjpreiigt erfotjven pni cerorönet Ijaben; ^Lrr menn idj nur Did? i;abe / ic. 3. Der Don 3[;rer Seligen ©naien bey 6ero ^errtic^en Letci; beyfc^ung oerorinete ©efang Simeonis Lj€rr nun Cäffeflu betnen Diener in ^ri^be fal;ren/K. HJorsrotfctjen einabfonietlicfjet Lt)or mit andern IDorten eingefü^ret iririi / 6eren anfang ift: Selig ftnb bte Cobten / JC. folgen nun Me Ocötnan^en rni anftellungen eines ieglicí!en Concerts. Ordinantz bes Concerts ober ber Ceutfdjen Begräbnis Miffa: ÎTaifet bin id; con Htutter Cetbe fommen. fol. i. Í. Btefes nad) art einer ifateinifí^en o6ev Ceutfájen Mi^a auffgefe^te Concert, ift eigentlid) 6. Vocum o6er mit 6. Sängern in 6ie Orgel concertiret, t)n6 f^at ^wei Discant, einen Alt, 5n)eY Tenor, nnö einen Bafs. 2. 3" Alt partey aber / fo befin&et ftd; in jmeyen Versen auá; nod) eine Bafs Stimme (toenn 6er Alt o^ne bas vaciret o6ev ftillfi^iretget) »eldje ju befferec variation 6ef Concerts gemeinet ift / Dn6 6af!Cro auct; mit beftellet un6 gefungen tnerôen muf. 3. ?(us 6iefen fecíjs Concertât Stimmen fönnen ferner (wo bas IDort Capeila fte^et) Setfjs an6ere Stintnten / bif auff 6te nedjftfol^ gen6en ftrt(^Ietn / abgefdjrteben / Bn6 olfo nod; ein abfonöerlidjer Chor 06er Capeila mit angeftellet mb eingefü^ret i»et6en. S^t Bafsum Continuum [!abe iái Sängern 5Um Dorteil / t)n6 5U be^ rürung 6eren auff 6er Orgel 5U 6iefen ÍDercíe mit gefälligen chorden eine Quarta nie6ttger tranfpo-niret, o^ngeadjtet mit niájt o^niDtffen6 / 6af ad Quintam inferius, es auff 6er Orgel natiitlidjet fommen / 6amit aud; nielleic^t 6en ofjngeübten Organiften eines t^eils beffer ge6ienet geoefen oete. 5. îDetI 6ie ©efe^Iein 6er Ceutfájen XirdienSefänge pon allerf)an6 Tonis, id) in ein Corpus !u= faninien bringen folien / ^offe id; t)etftän6tge Musici mir Det3ei^entt>et6en/too td; ous 6cn Sdjrancten Noni Toni bigtoeilen auf fdinjetffen Dn6 foldfen ¦Kird)en 2neIo6eYen na(^get)en muffen. 6. U)eme nun 6iefe meine 2Írbeit gefallen mödfte/fönte 6erofeIbigen ftd; biftoetlen toie obgemeI6ct.an ftatt einet Ceutfdjen Miffa t)n6 pielleidjt in Fefto Purificationis 06er Dominica XVI poft Trinitatis, aud) nid)t übel gebtaudjen. II. Ordinantz ber Motet; ^Lrr wenn td) nur Did; l!abe. fol. 14. 3ft Octo Vocum, Ijat snjey gleid)e Chor, Dn6 fan aud; o^ne 6ie Orgel nad) beltebung ange» ot6net Dn6 muficiret tt>er6en. III. Ordinantz bes (Sefanges Simeonis: ^(Lrr nun lâffejîu beinen Diener im Jttc6e faíjten. fol. ^6. 1. 3ft 5" roiffcn 6as 6tefes Concert !wey Chor Dn6 iegltdjet Chor feine abfon6erItd)e ÎDort l)abc. Chorus primus ift Quinqué Vocum Bn6 recitiretbk JDort Simeonis: ^€rr UUn lâffcjîu Anmerkung des Herausgebers Die vorliegende praktisdie Ausgabe von Schützens „Exequien" bietet den Urtext in modernen Sdilüsseln; hinzugefügt sind der ausgesetzte Generalbaß, die Kennzeichnung der Stimmen vor dem Notensystem („Sl" u. dgl.) und einige Fußnoten (nach Schützens eigenen Anweisungen, den „Ordinantzen"). Bei den in Vi Takt notierten Partien (im I. Teil, der „Missa", Takt 218—241 und 242—260; im III. Teil, dem „Canticum Simeonis", T. 37—48) wurden die Notenwerte — heutiger allgemeiner Editionspraxis folgend — auf die Hälfte verkürzt, sonst steht das originale Notenbild. — In der „Missa" wird zwischen „Soh"- und „Capella"-Stellen unterschieden. „Diese-klanglich differenzierte Ausführung entspricht allerdings erst einer zweiten Auffassung Sdiützens. Zunächst und grundsätzlich kann die ganze Messe „mit 6 Sängern in die Orgel concertiert werden". Wohl um die durchsichtige Architektur des Werkes audi klanglich zu unterstreichen, schlägt Schütz aber auch vor, daß die von allen sechs Stimmen getragenen Anrufungen c h o r i s c h , die übrigen Teile solistisch musiziert werden können." (Rudolf Gerber in „Musik und Kirche" 1934). — Außer Schützens Vorrede mögen Gerbers genannter Aufsatz und die Biographie von H. J. Moser (S. 13 8 ff; 418 ff) dem „günstigen Leser" zum Studium empfohlen werden.— Das Wort „Ex(s)equiae" bedeutet das „Hinaus-Begleiten" (ex-sequi) eines Toten. In den „Musi-cahschen Exequien" ist also in „Musik versetzet", was dem Fürsten Heinrich von Reuß auf seinem letzten Gang zugerufen wurde. „Vor und nach der Leichpredigt" wurde das Werk musiziert (also vor den Ohren der an der Beerdigung Teilnehmenden), aber der Fürst hatte es sich selbst schon zu seinen Lebzeiten „wiederholtem Begehren nach" mit Orgelbegleitung vorsingen lassen. Es ist — vom künstlerischen Wert jetzt ganz abgesehen — das Zeugnis eines Christenmenschen, der „fröhlich und getrost" sterben konnte und letztwillig verfügt hatte, daß bei seinem Begräbnis der diristlichen Gemeinde dieser „Trost des Evangeliums" verkündet würde. Darum, weil es „Musik aus dem Glauben" ist, in der Gemeinde und für sie „abzusingen", kann auch ihr erstes Stück, das „Concert in Form einer Missa", nach Schützens Anweisung „bisweilen" auch sonst in der Kirche gesungen werden, als „Kyrie" und „Gloria" des sonntäglichen Hauptgottesdienstes (mit Predigt und Sakramentsfeier), besonders natürlich am Feste „Mariae Lichtmeß", dessen Evangelium vom fröhlichen Hinfahren Simeons handelt, oder auch am 16. Sonntag nach Trinitatis mit seinem Evangelium von der Auferweckung des Jünglings zu Nain. (Hierüber bitte ich meinen Aufsatz „Zum Aufbau des Gloria-Teils" nachzulesen, der in „Musik und Kirche" 19 50, Heft 6 erschienen ist.) — Für den „Violon oder die große Baßgeige" hat Schütz nicht eine eigens eingerichtete Continuostimme, sondern „um Ersparung der Unkosten willen" einfadi den Orgelbaß nochmals abdrucken und „dem gegenwärtigen Werklein" beifügen lassen. Dem Spieler, der diese Violonstimme also aus dem Orgelcontinuo streichen muß, traut er das dazu erforderliche „scharfe Gehör und guten Verstand" wohl zu, setzt aber „um der Ungeübten willen" doch noch „drei kurze Erinnerungen" bei: 1. Wo ein Alt- oder Tenorschlüssel vorgezeichnet sind, kann der Violon die tiefste Stimme „ebenermaßen" oder 1 Oktave tiefer „mit gutem Effect" führen (vgl. T. 83 b und 87a); z. B. bei einem „Tricinium", bestehend aus 2 Sopranen und Alt, streicht er den Alt eine Oktave tiefer mit. Die Continuostimme in Takt 250 f.: r f f fr f kann der Violon also so ausführen:

Termékadatok

Cím: Musikalische Exequien [antikvár]
Szerző: Heinrich Schütz
Kiadó: Bärenreiter
Kötés: Könyvkötői vászonkötés
Méret: 200 mm x 280 mm
Heinrich Schütz művei
Bolti készlet  
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