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Musikgeschichte I. [antikvár]

 
Vorwort Diese Darstellung der Musikgeschichte ist aus der Arbeit unserer Hochschulen für Musik entstanden. Sie soll den Studierenden Arbeitshilfe beim Eindringen in die Grundzüge der Geschichte unserer Musikkultur sein, das Verständnis für die historischen Dimensionen der Musik vertiefen, zugleich aber auch Musikpädagogen oder Musikfreunden als Anleitung bei der Beschäftigung mit musikgeschichtlichen Fragen dienen. Der vorrangig auf die Praxis gerichtete Grundzug dieser Arbeit machte möglich und notwendig, die frühen Epochen der...
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Vorwort Diese Darstellung der Musikgeschichte ist aus der Arbeit unserer Hochschulen für Musik entstanden. Sie soll den Studierenden Arbeitshilfe beim Eindringen in die Grundzüge der Geschichte unserer Musikkultur sein, das Verständnis für die historischen Dimensionen der Musik vertiefen, zugleich aber auch Musikpädagogen oder Musikfreunden als Anleitung bei der Beschäftigung mit musikgeschichtlichen Fragen dienen. Der vorrangig auf die Praxis gerichtete Grundzug dieser Arbeit machte möglich und notwendig, die frühen Epochen der Entwicklung der Musikkultur sehr gestrafft darzustellen. Es schien den Autoren erforderlich, jenen geschichtlichen Vorgängen eine klare Akzentuierung zu geben, die für die Entwicklung der Musikkultur unseres Zeitalters eine unmittelbare Bedeutung haben. Deshalb wird der Musikkultur vom Zeitalter des Absolutismus und der frühbürgerlichen Revolutionen an bevorzugter Raum gegeben. Das entspricht auch dem Studienprogramm unserer Hochschulen für Musik. Mit dieser Entscheidung werden auch die beabsichtigte Funktion des Publikationsvorhabens und sein Aufbau verständlich: Die in zwei Teile gegliederte Musikgeschichte enthält die Darstellung des historischen Prozesses der Musikkultur auf histo-risch-materialistischer Grundlage. Vorgesehen ist ein ergänzender Band, der mit einer größeren Auswahl von historischen Dokumenten die quellenmäßige Vertiefung des Geschichtsbildes ermöglichen und in zusammenhängender Form eine Überblicksdarstellung musikästhetischer Grundfragen aus historischer Sicht bringen wird. Ein weiterer ergänzender Band bleibt als knapp kommentierte Sammlung von Notenbeispielen dem Aspekt der werkanalytischen Orientierung vorbehalten und soll die Prozeßdarstellung der vorliegenden Musikgeschichte exemplarisch vertiefen. So stehen alle Teile des Gesamtwerkes in einem didaktischen Zusammenhang, sind als Einheit zu verstehen und gewinnen aus dem wechselseitigen Bezug ihren Sinn. Mit voller Absicht hat sich das Autorenkollektiv entschlossen, der von ihm erarbeiteten Musikgeschichte den Untertitel Ein Grundriß zu geben. Er besagt, daß die hier gewählte Darstellung und Gliederung des Stoffes als gegenwärtiges Arbeitsergebnis, jedoch nicht als generelle Lösung des Problems der musikgeschichtlichen Periodisie-rung gelten will. Letzteres sahen die Autoren nicht als ihre Aufgabe an. Sie gingen davon aus, sich ungeachtet der speziellen musikkulturellen Prozesse in der Periodisie-rung an die Grundsätze der allgemeinen marxistischen Gesellschaftsgeschichte zu halten. Aus diesem Grunde wurde auf die Verwendung solcher Begriffe als Epochenbezeichnungen wie Mittelalter, Renaissance, Barock etc. bewußt verzichtet, ohne jedoch diese Termini in eingeschränkterem Sinne gänzlich zu vermeiden. Die immer wieder zu beobachtende Phasenverschiebung zwischen Gesellschafts- und Kunstentwicklung, die Ungleichmäßigkeiten sowohl der Entwicklung innerhalb einzelner Länder oder Völker als auch einzelner Epochen oder Perioden veranlaßten die Autoren, im Aufbau der Kapitel und bei der Kennzeichnung der verschiedenen Zeitalter nicht, wie bisher allgemein üblich, mit Jahreszahlen zu arbeiten. Die dadurch so häufig beschworene Gleichzeitigkeit oder Gleichmäßigkeit der Entwicklung, die unre-flektierte Parallelität von gesellschaftlichem und musikkulturellem Prozeß, ist nicht vorhanden. Vielmehr tritt dagegen die ständige dialektische Verschmelzung unterschiedlicher historischer Qualitäten hervor. Das Kollektiv der Autoren hat sich angesichts des zu erreichenden Leserkreises zu einer breiteren Einführung und Darstellung der Entwicklungen in Europa entschlossen. Von hier ist die Entstehung komponierter Kunstmusik ausgegangen, die Ausprägung der komponierenden Persönlichkeit, die Entfaltung der Werkindividualität. Damit soll keineswegs einem anachronistischen Eurozentrismus das Wort geredet werden. Die Orientierung auf die praktischen Bedürfnisse, die sich im gesellschaftlichen 9

Termékadatok

Cím: Musikgeschichte I. [antikvár]
Kiadó: VEB Deutscher Verlag für Musik
Kötés: Vászon
ISBN: 3370000768
Méret: 170 mm x 240 mm
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Vélemény:
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