Bővebb ismertető
Vorwort
Im Rahmen der musikwissenschafthchen Pubhkationen aller Zeiten finden sich relaUv wenige, die sich mit den vielfältigen Objekten beschäftigen, mit denen der Mensch Töne und Klänge erzeugt. Den ersten umfangreicheren Versuch, eine größere Anzahl Musikinstrumente darzustellen und zu beschreiben, stellt das „Syntagma Musicum" von Michael Praetorius von 1618 dar. Sein Forschungsbereich war begreiflicherweise beinahe nur auf Europa beschränkt. Heute ist es natürlich möghch, diesen bis zu allen Enden der Welt auszudehnen. Im späten 18. und im 19. Jahrhundert begannen private Liebhaber Sammlungen von Musikinstrumenten anzulegen, deren Herkunft und Beschaffenheit aber oft sehr mangelhaft dokumentarisch festgehalten wurden. Dennoch wurden diese Instrumente zum Grundstock der vielen prächtigen Sammlungen, die man in den bedeutenderen Museen überall auf der Erde antrifft. Das 20. Jahrhundert brachte uns ein umfassendes Klassifikationssystem des umfangreichen Materials. Erich von Hornbostel und Gurt Sachs wählten als Einteilungskriterium die Art, wie die Töne hervorgebracht werden. Dieses System wurde auch dieser Enzyklopädie zugrunde gelegt. Die Vielfalt der Instrumente ist auch in den einzelnen so gewonnenen Gruppen erstaunlich groß. Die primitive Blechpfeife kam in eine Kategorie mit den großen Kirchenorgeln, Es überrascht vielleicht auch, daß in unserem technisierten Zeitalter die Handzeichnung noch immer die beste Darstellungsmethode für Musikinstrumente ist. Aber gerade der Zeichner ist am meisten befähigt, auf Grund der Originalinstrumente oder vieler Abbildungen die genauen Details der Form, der Verzierungen und der Tonerzeugungsmethoden deuthch zu machen. Vielfach wurde durch kleine figúrale Zeichnungen gezeigt, wie das jeweilige Instrument gespielt wird und wie groß es im Verhältnis zum Musiker ist. Zu den Abbildungen werden klar informierende Legenden gegeben. Die Instrumente des Sinfonieorchesters sind zusätzlich in eingerahmten Abschnitten genauer behandelt. Wo immer möglich, wurde genau angegeben, in welcher Sammlung das behandelte Instrument zu sehen ist. In den letzten Abschnitten des Werkes wurde eine andere Klassifikation angewendet, die die Instrumente nach ihrer geographischen, historischen und soziologischen Zuordnung einteilt.