Bővebb ismertető
Vorwort
Das Musische Lexikon führt an, was sich bis heute als wesentlicher Ertrag aus dem Bereich der Dichtung, Musik und bildenden Kunst abzeichnet. Bei der Auswahl glaubte der Verfasser, sich auf seine Erfahrung als Maßstab verlassen zu können, da er das für breite Kreise zugängliche künstlerische Gut der abendländischen Kultur in zahlreichen Veröffentlichungen sowie in Vorträgen und Arbeitsgemeinschaften Jahrzehnte hindurch im Überblick behandelt hat.
Das Buch ist also keine Geschichte der europäischen Künste, sondern möchte dem Leser, der sich orientieren, der Jugend, die sich bilden will, Eindrücke und erste Kenntnisse vermitteln von Dichtern, Musikern, Malern, Bildhauern und Architekten, deren Namen und Werke ihnen heute beim Lesen, beim Hören, beim Sehen, im Gespräch, beim Lernen und beim Studium begegnen, und deren Erscheinung sie nachgehen möchten. Die wichtigsten Lebensereignisse jedes behandelten Autors und Künstlers werden beschrieben, und Gehalt und Bedeutung ihres Wirkens und ihrer Werke erläutert. In den Artikeln sind die Personen, Werke und Motive, die gesondert behandelt werden, durch Fettdruck hervorgehoben. Das soll den Leser veranlassen, nicht nur ein Stichwort in dem Buch nachzuschlagen, sondern Zusammenhängen und Querverbindungen nachzuspüren. Alle Personen und Werke sind in einem Register zusammengefaßt; Kursivsatz in den Artikeln erleichtert das Auffinden. Das Buch will dem Freunde der Künste Wissen und Anregung schenken; zur Bildung, die allein durch Arbeit und Studium errungen werden kann, kann es hinleiten. Besonders die jungen Leser mögen durch die Lektüre eine erste Ahnung davon bekommen, daß die Kunst allein über das geheime Gesetz verfügt, nach dem das Bleibende von dem Vergänglichen geschieden wird.
Der Sachverständige wird erkennen, inwieweit das Buch Einzeldarstellungen und Fach-Kompendien verpflichtet ist. Dr. Johanna Lenz (Bildende Kunst) und Wolfgang Haubenreißer (Bildende Kunst, Musik und Register) haben bei der Abfassung des Werkes mitgearbeitet. Ohne die von der ersten Konzeption bis zur Drucklegung des Werkes gewährte Beratung, sachliche Mitarbeit und Förderung durch den Verlag, insbesondere Herrn Arno Klemm, der auch die Bebilderung vorgenommen hat, wäre das Buch nicht in dieser Form zustandegekommen. Dafür ist der Verfasser zu besonderem Dank verpflichtet, den er hiermit ausspricht.
Hannover, Februar 1956.
Willi A. Koch