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JÓZSEF SZABADFALVI
Die Autoren des Bandes widmen ihre Arbeiten József Szabadfalvi, der seinen 60. Geburtstag feiert. Der Lehrstuhl für Ethnographie der Kossuth-Lajos-Universität zu Debrecen will mit dieser Ausgabe den Mitarbeiter, den Freund des Redakteurs ehren.
József Szabadfalvi ist seit 35 Jahren Mitarbeiter der Universität, Lehrer des Lehrstuhles für Ethnographie. Er ist zwar seit fünfzehn Jahren Angestellter eines anderen Institutes in einer anderen Stadt, pflegt aber die Beziehung mit seiner früheren Arbeitsstelle, blieb Lehrer des Lehrstuhles. Auf diese Weise ist unsere Zusammenarbeit kontinuär geblieben. Nicht nur seine Vorlesungen an der Universität bilden das Medium des Kontaktes, sondern auch ein wissenschaftliches Programm, das zwischen dem Debrecener Lehrstuhl für Ethnographie und dem Herman-Otto-Museum zustande gekommen ist.
Debrecen ist für József Szabadfalvi nicht nur die Stadt der ehemaligen Arbeitsstelle und seiner Studenten und Kollegen, sondern auch Heimat in engerem Sinne: der Ort, wo er 1928 geboren wurde. Die Zeit seiner Jugend war die dés zweiten Weltkriegs und die der schweren frühen Nachkriegsjahre, in derer als Student für Hungarologie und Geschichte immatrikuliert wurde. Sein Interesse für Ethnographie zeigte sich bald. Das Schicksal war ihm günstig: Er konnte auf diesem Gebiet arbeiten, und die Ethnographie füllt bis heute sein Leben aus.
Seine wissenschaftliche Tätigkeit umfas'st zwei grosse Themen. Er ist ein anerkannter Experte für die kleinen handwerklichen Berufe, deren Erforschung er schon am Anfang seiner wissenschaftlichen Laufbahn als eine wichtige Aufgabe betrachtete. In seiner ersten Studie untersuchte er das berühmte Debrecener Honigkuchengewerbe. Das Thema erweiterte er in die Richtung der traditionellen Bienenzucht, über die er mehrere Arbeiten veröffentlichte. Er interessierte sich von Anfang an für die Töpferei, für die Volkskeramik und für alles, was damit im Zusammenhang steht. Die Erforschung der alten, traditionellen Schwarzkeramik aus Nádudvar, das Kennenlernen und die Beschreibung der gegenwärtigen Praxis dienten als Vorarbeit zu einem seiner bedeutendsten Werke, zu seiner Dissertation über die ungarische und europäische Schwarzkeramik. Seine — auch für das grosse Publikum vorgelegte — Arbeit über dieses Thema ist zu den schönsten Ausgaben über die