Bővebb ismertető
MYKONOS
I. Das heutige Mykonos (Plan 1)
Die Insel Delos lebt in der menschenleeren Stille ihrer Ruiner. von ihrer Vergangenheit. Der Reichtum ihrer Göttersagen und die Heiligkeit der Stätte erwecken bei dem Besucher Gefühle der Scheu und religiösen Ehrfurcht. Ihre mageren und hungrigen Löwen und die blendendweißen Reste der zerstörten Monumente erschrecken uns sogar noch unter den Strahlen der Sonne. Dagegen ist die benachbarte Insel Mykonos voll von menschlicher, typisch mittelmeerischer Wärme. Sie genießt nicht den Ruf der heiligen Insel des Apollon, jedoch den Ruf, der ihr auch tatsächlich zuerkannt werden muß, als charakteristischste und schönste Insel des Ägäischen Meeres.
Verläßt man den malerischen Hafendamm mit den beschiedenen Hotels und den bunten Läden voll von typischen Reiseandenken, tritt man in ein Labyrinth von engen, blendendweißen Gassen. Jedes Haus ist mit ausgeprägtem Sinn für Ebenmaß erbaut. Alle Ebenen und Konturen bilden eine unvorstellbare Mannigfaltigkeit der Schattierungen der weißen Farbe. Ausser den byzantinischen Kirchen, deren Kuppeln in hellblau oder orangerosa erscheinen, bildet die ganze Ortschaft eine Symphonie in Weiß. Jede Wand, jedes Piaster ist mit Kalk bestrichen. Hier und dort hängt über einer Wand ein Busch Bougainvillea, oder ein tiefgrüner Oleander ragt aus irgendeinem Balkon hervor, diesem Gemälde in Weiß eine Abwechselung verleihend.
Die Ortschaft liegt im Halbrund am Meer und klettert an den Hügeln empor. Die Häuser, bestrichene und geweißte Würfel aus Steinen, stellen dennoch eine unvorstellbare Vielfalt von Größen dar. Die Fenster sind zwar klein, aber an den richtigen Stellen angebracht. Die äusseren zur Straße führenden Treppen unterbrechen die senkrechten Frontseiten der Würfel. In vielen Gassen stützen Bögen die Wände der rechts und links liegenden Häuser. Manchmal tritt auch ein Balkon so weit hervor, daß er fast die