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Loren Auerbach - Mythologie [antikvár]
 
EINLEITUNGEINLEITUNGDer Begriff Mythos stammt aus dem Altgriechischen und ist heute in allen modernen Sprachen vertreten. Ursprünglich bedeutete Mythos Wort" oder Rede", erst ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. bezeichnete Mythos die Erzählung von Begebenheiten.Der Geschichtsschreiber Herodot (um 490-425 v. Chr.) bemühte sich, in seiner Darstellung der Perserkriege alle Erzählungen über diesen großen Kampf zusammenzutragen, auch jene, die als Mythen oder Legenden bezeichnet wurden. Er äußerte zwar Zweifel an ihrem Wahrheitsgehalt,...
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EINLEITUNGEINLEITUNGDer Begriff Mythos stammt aus dem Altgriechischen und ist heute in allen modernen Sprachen vertreten. Ursprünglich bedeutete Mythos Wort" oder Rede", erst ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. bezeichnete Mythos die Erzählung von Begebenheiten.Der Geschichtsschreiber Herodot (um 490-425 v. Chr.) bemühte sich, in seiner Darstellung der Perserkriege alle Erzählungen über diesen großen Kampf zusammenzutragen, auch jene, die als Mythen oder Legenden bezeichnet wurden. Er äußerte zwar Zweifel an ihrem Wahrheitsgehalt, wollte sie aber wegen ihrer Bedeutung nicht auslassen. Die Leser sollten entscheiden, was sie davon als glaubhaft ansahen. Der Philosoph Platon (428-348 v. Chr.) ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete Mythen als unglaubwürdige Geschichten, die mehr Fiktion als Tatsachenbericht seien. In seiner Abhandlung über den Erkenntnisprozess unterschied er zwischen tatsächlichem Wissen und bloßem Glauben.Doch diese rationale, logische Sichtweise konnte die Bedeutung der Mythen in der griechischen Welt nicht mindern. Schließlich verkörperten diese traditionellen Erzählungen das Erbe der griechischen Kultur. Sie fassten die fundamentalen Denkmuster zusammen, die die Grundlage der griechischen Identität bildeten. Die Wirkung der griechischen Mythologie wie auch anderer Identität stiftender Traditionen entsprang ihrem jeweils kollektiven Charakter. Anders als eine Geschichte, die von einem einzelnen Autor verfasst wird, steht ein Mythos fiir sich selbst. Der Zuhörer erkennt die Handlung und die Figuren auch in der jeweiligen Interpretation durch Erzähler, Dichter oder Dramaturgen sofort wieder. Die Themen, die Dichter wie Aischylos und Sophokles in ihren Theaterstücken bei den jährlichen religiösen Feierlichkeiten behandelten, kannten die Athener sehr gut. Doch immer wieder ließen sich die Zuschauer vom Troianischen Krieg und seinen Folgen oder dem Schicksal des Oidipus in Bann ziehen. Da Oidipus,nachdem er sich seiner schrecklichen Taten, dem Vatermord und dem Inzest, bevmsst geworden war, im Hain des Kolonos bei Athen gestorben sein soll, Jj i^^merhielt die Tragödie zudem lokalenBezug. Sophokles gelang es in seinem Werk Oidipus aufKoionos durch die Erlösung von Oidipus den tiefsten Empfindungen über Verbrechen, Bestrafung und Schicksal Ausdruck zu verleihen.Der Philosoph Euhemeros von Messene (viertes Jahrhundert v. Chr.) ging davon aus, dass alle Mythen und Legenden auf historischen Ereignissen . ^^gründeten. Seinen Vorstellungen zufolge

Termékadatok

Cím: Mythologie [antikvár]
Szerző: Loren Auerbach , Miranda Bruce-Mitford Peter A. Clayton
Kiadó: Parragon
Kötés: Varrott keménykötés
ISBN: 9781445409504
Méret: 170 mm x 210 mm
Loren Auerbach művei
Miranda Bruce-Mitford művei
Peter A. Clayton művei
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