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AN DER STRASSENECKE.Straßenecke mit einer Bank unter einem Baum. Man sieht das Seitenportal einer kleinen gotischen Kirche; ein Postamt und ein Café mit Stühlen davor. Postamt und Cafg sind geschlossen.Man hört die Töne eines Trauermarsches sich nähern und dann sich wieder entfernen.Der Unbekannte steht am Rande des Trottoirs und scheint sich zu fragen, nach welcher Seite er gehen soll. Eine Kirchturmuhr schlägt: zuerst vier Schläge, die Viertel, in einem höheren Ton; dann drei Stundenschläge in einem tieferen.Die Dame tritt auf, grüßt den Unbekannten, will vorbeigehen und bleibt stehen.Der Unbekannte. Sieh, da sind Sie. Ich wußte beinahe, daß Sie kommen würden.Die Dame. Sie riefen also nach mir; ja, ich fühlte es. Doch warum stehen Sie hier an der Sraßenecke?Der Unbekannte. Ich weiß nicht; irgendwo muß ich stehen, während ich warte.Die Dame. Worauf warten Sie?Der Unbekannte. Wenn ich's sagen könnte. Vierzig Jahre lang habe ich auf etwas gewartet, ich glaube es wird das Glück genannt, oder ob es nur das Ende des Unglücks ist. Hören Sie jetzt wieder diese schrecklichen Töne, hören Sie! Gehen Sie nicht, gehen Sie nicht, ich bitte Sie, denn mir wird bange, wenn Sie gehen.Die Dame. Mein Herr und Freund! Wir trafen uns gestern zum ersten Male, und wir sprachen vier Stunden miteinander. Sie erregten meine Teilnahme, doch Sie dürfen darum meine Güte nicht mißbrauchen.