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Ein neues Schottland
Mit einem Sclilage war ich hellwach, wenn ich auch die Augen noch geschlossen hielt. Das sonderbare Geräusch, das mich schon in den beiden vorhergehenden Nächten aus dem Schlaf gestört hatte, auch in dieser dritten hatte es mich geweckt, so plötzlich und gründlich wie ein Pistolenschuß.
Doch handelte es sich gar nicht um harte, schroffe Laute, sondern um ein dumpfes, weiches Tappen wie von großen Lederbällen auf Holz, gedämpft nur, ungleichmäßig, von kurzen Pausen unterbrochen. Es mußte von der breiten, überdachten Veranda kommen, die rings um das Blockhaus lief. Der schwere Bau schwebte auf gemauerten Pfeilern mannshoch über der Erde. Die Veranda war mit feiner Drahtgaze verkleidet, um die Mücken fernzuhalten. Jetzt im Herbst mit den manchmal schon bitterkalten Nächten gab es keine Mücken mehr. Ich hatte die sich nach innen öffnende Schwingtür der Veranda, durch die man die Treppe zum Ufer des Sees gewann, stets an der Hauswand festgehakt, um sie offenzuhalten. Der scharfe Knall, mit der sie sonst von der starken Schließfeder zugeschlagen wurde, hatte mich oft genug geärgert; er schien mir in der großen grünen Stille hier am Rossignol-See im Herzen des westlichen Neuschottland völlig fehl am Platze, zerriß mir den herbstlichen Frieden der Wälder.
In dieser Nacht jedoch hatte ich die Gazetür zur Veranda nicht offenstehen lassen, sondern sie geschlossen. Das Tapptapp in den beiden Nächten zuvor hatte mich mißtrauisch gemacht. Und während ich aufrecht auf meinem harten Bette saß und die Decken schon beiseite