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Vorspiel
Füsilier Kettle deckte den Tisch. Es war ein recht gewöhnlicher Tisch in der Stube eines ganz gewöhnhchen französischen Bauernhauses, der Boden aus rotem Backstein, der Ofen wie eben schwarze Öfen sind, die Stühle unschön aber praktisch. Zwei Familienbilder hingen an der "Wand, dem Fenster gegenüber, zwischen ihnen ein Bild des Blutenden Herzens. Eine der Photographien war zerschlagen. Sie hing schief. Ein Stück Sackleinwand an einem der Fensterläden erklärte das Unglück: an diesem Morgen - es war genau zehn Uhr fünfzig Minuten - hatte ein deutsches Maschinengewehr eine Kugelladung durch das Fenster dieses französischen Bauernhauses gefeuert. Es war die letzte Salve dieses Krieges gewesen.
Kettle, Ordonnanz und Koch der Offiziersmesse der B-Kompagnie, war sich der Wichtigkeit der Stunde voll bewußt. Da stand er, ein hagerer, dunkler, borstiger Bursche mit langer Nase und spöttischem Mund, wischte ein Messer am Ärmel seiner braunen Wollweste ab und horchte auf die Stimmen der beiden Französinnen in der Küche. Großmutter und Enkehn halfen bei der Zubereitung dieses höchst dramatischen Diners. Die Enkehn trug einen schwarzen Shawl und war hübsch. Die Großmutter war zweifellos eine alte Hexe, zahnlos, ledern und zynisch. Sie schwatzten.
Kettle, der das Messer auf den Tisch gelegt hatte, stellte in der Tiefe seines heiteren, doch bissigen Gemütes Betrachtungen darüber an, daß wohl kein Ereignis der Welt jemals ein paar Weiber zum Schweigen bringen würde, französische schon gar nicht.
Die Außenwelt lag in der Stille einer nebhgen, toten Novembernacht und Kettle, den Kopf leicht zur Seite geneigt,
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