Bővebb ismertető
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Ein braungefiederter Pelikan mit weißer Brust und blauen Beinen zog einen Halbkreis über dem stillen Wasser der Meerenge, die die zwei Inseln voneinander trennte. Seine scharfen Augen fixierten einen Punkt weit unten, in ungefähr sechs Meter Tiefe. Mit der Perfektion eines olympischen Athleten setzte er zum Sturzflug an und tauchte ins Meer ein, ohne daß dabei die glitzernde Wasseroberfläche in Bewegung geriet. In Sekundenschnelle überraschte er einen unvorsichtigen Fisch, der sich aus seinem sicheren Versteck aus Felsen, Korallen und Algen hervorgewagt hatte. Der Gefangene wand sich vergeblich in dem kräftigen Schnabel, der ihn am Rücken packte und aus seinem Element bis in eine Höhe von über zwanzig Meter über dem Wasser hinaufzog.
Aber die Fregattvögel lagen schon auf der Lauer; als ihre wachsamen Augen den Pelikan mit seiner Beute auftauchen sahen, stürzten sie sich in Scharen auf ihn und griffen ihn mit ihren gekrümmten, messerscharfen Schnäbeln an.
Sie hackten auf den Hals, die Brust und die Beine des Jägers ein, bis dieser vor Schmerz und Zorn aufkreischte. Der Fisch fiel nun befreit ins Leere und zappelte um so mutiger, je näher er der rettenden Wasseroberfläche kam.
Doch schon löste sich ein Fregattvogel mit einer geschickten Bewegung aus der Schar und stürzte mit selbstmörderischer Geschwindigkeit auf die Beute hinunter, um sie kurz vor dem Eintauchen ins Wasser zu ergreifen. Dann schlang er den Fisch in einem Stück hinunter und schwang sich mit einer eleganten Flügelbewegung wieder in den Himmel empor. Der Fregattvogel ist ein Räuber, der selbst nicht tauchen und fischen kann, aber allen anderen Meeresvögeln geschickt ihre Beute abjagt und sich mit den Früchten fremder Arbeit sein Überleben sichert.