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EINSIn den letzten Augenblicken bevor der brutale Mord an Jack Novak das beendete, was die stellvertretende Bezirksstaatsan-wältin Stella Marz später als ihre Zeit der Unschuld bezeichnete, blickte sie auf den Hafen ihrer Geburtsstadt Steelton hinab.Mit ihren achtunddreißig Jahren hätte sich Stella eigentlich nicht mehr als unschuldig bezeichnet. Der Blick aus dem Fenster ihres Eckbüros war zudem nicht dazu angetan, sie in unschuldigen Optimismus zu versetzen. Der Nachmittagshimmel präsentierte sich in dem vertrauten, freudlosen Kobaltblau, das im Winter typisch für Steelton war. Der schlammig-graue Onondaga River teilte die Stadt und mündete unter einer Stahlbrücke in den Eriesee. Das Tal, das der Fluss gefräst hatte, bestand aus einer baumlosen weiten Ebene mit Eisenbahngleisen, Güterwaggons, Raffinerien, Kränen, Chemiefabriken und den alles überragenden Schornsteinen der Stahlkochereien, gedrungen, schwarz und riesig, die einst das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt Steelton gebildet hatten. Stella erinnerte sich aus ihrer Kindheit an den Gestank des Fabrikrauchs, an den Schmutz, den er auf der weißen Bluse ihrer Schuluniform hinterlassen hatte, wenn sie auf der Wäscheleine trocknete. Sie erinnerte sich an den Abend Jahre später - sie studierte damals bereits Jura -, als die in den Fluss geleiteten Chemieabfälle und Erdölderivate durch Selbstentzündung in Brand gerieten und die Flammen in der Dunkelheit fünf Stockwerke hoch schlugen. Zwischen diesen beiden Augenblicken, der Blütezeit der Stahlwerke und dem Inferno auf dem Fluss, lag die Geschichte einer Stadt und ihres Niedergangs.Durch ihre Vorfahren war Stella selbst ein Teil dieser Geschichte. Nach dem Sezessionskrieg hatten die Stahlwerke einen9