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Straßenlärm weckte sie, ein sicheres Zeichen, wie leicht ihr Schlaf gewesen war. Joey Rubin blickte auf die Uhr auf ihrem Nachttisch. Es war erst halb sechs. Sie drehte ihr Kissen um, zog sich die Decke bis zum Kinn und machte es sich für eine weitere Stunde im Bett bequem.
Joey hatte dreiunddreißig von ihren siebenunddreißig Jahren im obersten Stock eines Gebäudes auf der East Houston Street in der Lower East Side von Manhattan gelebt, und nur in den Sommermonaten drang der Straßenlärm manchmal an ihr Ohr, mit Ausnahme von Sirenen. Von Juli bis August, wenn die Wohnung sich aufheizte wie ein Backofen, stellte sie die Klimaanlage in den Fenstern so hoch es ging. Aber in warmen Frühlingsnächten oder wenn der kalte Herbstwind neues Leben in eine müde und welkende Stadt wehte, liebte sie es, die Fenster weit zu öffnen und auf die Feuerleiter hi-nauszuklettern, die zickzackförmig die Vorderfront des Hauses bedeckte.
Als sie noch ein Kind war und in dieser Wohnung aufwuchs, hatte sie immer davon geträumt, das zu tun. Wieder und wieder hatte sie darum gebettelt, dort draußen mit ihrer besten Freundin Sharon, die im zweiten Stock wohnte, übernachten zu dürfen. Sie hatte sich vorgestellt, wie sie Kissen und Decken durch das Wohnzimmerfenster der Rubins schieben und es sich unter den unsichtbaren Sternen gemütlich machen würden. Sie würden nicht hinunterfallen! Sie könnten einen Stuhl vor die Öffnung am Treppenabsatz legen, damit sie nicht im