Bővebb ismertető
Das Prásidium der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina hat den BeschluB gefafít, zeitweilige Kommissionen einzusetzen, die zu einem aktuellen wissenschaftlichen Problem Stellung nehmen und Empfehlungen geben sollen. Von den Sektionen Veterinármedizin, Mikrobiologie/Immunologie sowie Agrár- und Ernáhrungswissenschaften wurde vorgeschlagen, sich des Problems der Risiken durch Nahrungsmittel anzunehmen. Derartige Gefahren sind in Form von Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien bzw. deren Gifte (Salmonellen-Infektionen, Botulismus u.a.) oder durch Beimengung toxischer Substanzen (z. B. Mutterkornvergiftung, Ergotismus) seit Jahrhunderten bekannt. Mit verbesserter Lebensmitteltechnologie und durch Einhaltung hygienischer Vorschriften bei der Herstellung und Zubereitung lieB sich die Zahl der Erkrankungsfálle drastisch senken oder ganz vermeiden. Nun sind aber die Existenz hygienischer Normen und deren Einhaltung zwei Seiten einer Medaille, so daB auch heute noch, und nicht nur in den Entwicklungslándern, Infektionen durch Lebensmittel eine reelle Gefahr sind; eine hervorragende Position nehmen hier die Salmonellen ein. - Neue Formen der von Lebensmitteln ausgehenden Gefahren sind in den letzten Jahrzehnten aufgetreten: der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast kann dann mit Problemen belastet sein, wenn diese Arzneimittel auch in der Humanmedizin angewandt werden. Dadurch kann es zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen kommen, die eine Therapie menschlicher Infektionen áuBerst erschweren oder - wie im Falle einiger polyresistenter Enterokokken-Infektionen - unmöglich machen. Der Einsatz von Antibiotika als Leistungsförderer in der Tierproduktion ist alsó sehr kritisch zu betrachten. - Es sind schlieBlich auch »neue« Infektionskrankheiten bei Tieren hinzugekommen, deren Gefahrenpotential für den Menschen noch nicht endgültig geklárt ist; bestes Beispiel dafür sind die bovinen spongiformen Enzephalopathien, besonders beim Rind (BSE). Unterschiedlich dargestellt, vor allém in den Medien, werden Gefahren, die von gentechnisch veránderten Pflanzen oder von Produkten gentechnisch veránderter Tiere ausgehen (sollen). Unter der Federführung des Leiters der Kommission, Herrn Theodor Hiepe, nahmen die oben genannten Sektionen der Leopoldina im Zusammenwirken mit dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinármedizin eine »Bestandsaufnahme« zu den Risiken durch Krankheitserreger, Produkte der Gentechnologie und Zusatzstoffe in