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IIm Biwack sitzt ein junges Weib, in Decken gehüllt nährt sie das Kind, fern hört sie Rollen und Rauschen. Wird noch nach Sonnenuntergang geschossen? Sind es Gewitter, die der Herbst in diesem rauhen Felsgebirge Echo um Echo weiterträgt, oder ist es nur der Urwald von Steineichen und Kiefern ringsum, in denen Fuchs und Wildschwein hausen ? Eine Zigeuneriu scheint sie, wie sie da sitzt, das Tuch nur halb um die weiße Brust geschlagen, zwischen Rauch und Dunst vor sich brütend, in Ungewißheit, was heute draußen sich entschieden haben mag. Wie sie aufhorcht, da Hufschlag sich dem Zelte nähert! Ist er's ? Er versprach zu kommen, doch von der Schützenlinie ist es weit, und die Nebel brauen.Da wird die Zeltluke aufgeschlagen, mit frischem Luftzug tritt der Mann herein, ein Offizier in Farben und mit Federn, schlank, mit gewandter Bewegung, ein junger Adliger von Mitte Zwanzig, der sie heftig begrüßt. Nun ist sie aufgesprungen, hat den Säugling der Magd übergeben, Wein wird hervorgeholt, und wie sie das Kopftuch abnimmt und vor ihm steht, kastanienbraune Locken über einer reinen Stirn sich kräuseln, der feine Mund die rasche Frage spricht, dazu das lange Kinn, Sitz jeder Tatkraft, die Adlernase sich vom Feuerscheine heben, und von der Hüfte bHtzt der Dolch, den sie in diesen Bergen niemals ablegt: mit einem Male zeigt die schöne Amazone, daß sie von alten Geschlechtern stammt, von Männern der Tat und des Entschlusses, und wirklich waren ihre Ahnen gleich den seinen schon vor Jahrhunderten