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DIE GEFANGENSCHAFT NAPOLEONS IN WAHRHEIT UND LEGENDE / Seitdem Napoleon I. auf Grund einer Verfügung der englischen Regierung als Kriegsgefangener betrachtet wurde und als Verbannter in Sankt Helena lebte, waren die Blicke der ganzen Welt auf die Insel im Atlantischen Ozean gerichtet. Das kleine unbedeutende Eiland gewann mit einem Male historische Bedeutung. Jeder wollte wissen, wie die Insel aussähe, welche Hilfsquellen sie böte, und wie ihre Bewohner lebten. Noch mehr aber interessierte die Frage, wie der berühmte Gefangene, der einst ganz Europa beherrscht hatte, auf diesem kleinen Fleckchen Erde sein Leben verbrächte. Die Welt war gierig nach Nachrichten über sein Tun und Treiben, seine Pläne, seinen Seelenzu-stand, seine Hoffnungen und Wünsche. Aber Sankt Helena war hermetisch von der übrigen Welt abgeschlossen. Nur spärliche Nachrichten drangen nach Europa. Und diese wenigen Neuigkeiten waren unkontrollierbar. Sensationslustige Journalisten hatten sich bereits des Gegenstandes bemächtigt. In England wußten die großen Zeitungen von dem herrlichen Leben des gefangenen Kaisers der Franzosen inmitten der exotischen Pracht tropischer Gärten zu berichten. Sie erzählten fabelhafte Dinge von dem Überfluß seiner Tafel, dem Reichtum seines Hauses, dem Aufwand und der Verschwendung seiner Umgebung. Ja, England hatte sich wieder einmal großmütig gezeigt!9