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Luka stand in der Seitenkulisse und starrie miSmutig auf die grofie Bühne. Einen Frack trug er, zum erstenmal in seinem Leben, und er hatte sich dagegen gestraubt wie ein junger Hengst gegen das erste Halfter. »Mufi es sein, Taubchen?« hatte er schliefilich gejammert und die Hande gerungen, die aussahen wie Bárentatzen, aber nicht wie die Hande eines normálén Christenmenschen. Behaart waren sie wie der ganze máchtige Kerl, dieser Turm aus Fleisch und Knochen, unter dem die Dielen zitterten, wenn er auftrat. Ja, so war's. Luka war. mifimutig. Der steife Kragen drückte auf den Kehlkopf, die weifie Schleife verrutschte bei jedem Atemzug, und richtig zu atmen wagte Luka auch nicht, denn dann krachte die steif gestarkte Frackhemdbrust und schien auseinanderzuplatzen. Zum Teufel war's schon mit dem Vornehmsein. Und was das Allerschlimmste war... er hatte sich rasieren müssen! »Luka!« hatte das Taubchen gesagt. »Wir sind jetzt in Paris, in einer íreien Welt. Da gibt es keine Taiga und keine Füchse, die man wochenlang durch den Schnee verfolgt. Verstehst du? Alsó sei anders und rasiere didi...« Der Coiffeur, auf dessen Sessel sich Luka klemmte, bedauerte, keinen Fotografen zur Hand zu habén. Es hatte ein wundervolles Reklamebild gegeben... vorher - nachher... aus einem Tier wird durch eine fachgerechte Rasur ein Mensch ... Nur Luka sah es nicht ein. Er starrte nach der Rasur in den grófién Spiegel, zeigte mit beiden Hánden auf das Spiegelbild und fragte donnernd: »Wer ist's! Ich? So sehe ich aus? Man sollte euch alle in die Hölle jagen!« Nun war es soweit. Er stand auf der Bühne, hinter einer agyptischen Saulé aus Pappe, Sperrholz und bemalter Leinwand, und vor ihm auf der Bühne stand Natascha Tschu-