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VORWORT
Die Frage der Nationalitätenpolitik in einem kommunistischen Staat ist in deutscher Sprache selten so gründlich behandelt worden wie in dem vorliegenden Werk. Ich betrachte es daher als eine Auszeichnung, gebeten worden zu sein, zu diesem Werk ein Vorwort zu verfassen.
Das Werk analysiert ein Problem mit wissenschaftlicher Gründlichkeit - das heißt emotionslos und in allen seinen Feststellungen rationell nachprüfbar das im deutschen Sprachraum und wissenschaftlichen Bereich nur in groben Umrissen bekannt ist. Die Analyse der Nationalitätspolitik Rumäniens hat für den österreichischen Leser eine ganz besondere Bedeutung, weil in ihr ein Stück österreichisch-ungarischer Staatsgeschichte enthalten ist; sie hat für den Leser deutscher Muttersprache ihre Bedeutung, weil das Werk das Nebeneinander von deutschen und anderen Volksstämmen unter verschiedenen Herrschaftsepochen sichtbar macht. Das Buch hat für den an politischer Zeitgeschichte Europas Interessierten seine Bedeutung, weil es eine spezifische Seite der Nationalitäten-Politik kommunistischer Staaten am Beispiel Rumäniens ganz sichtbar macht: dem Versuch der Einebnung multinationaler „Kulturgüter" unter Berufung auf die Idee der Staatsnation und unter dem Gesetz demokratischen Zentralismus - dem Baugesetz kommunistischer Staaten.
Das sind Schlüsselfragen, die das Buch ausdrückt. Diese Schlüsselfragen werden mit wissenschaftlicher Gründlichkeit und Genauigkeit herausgearbeitet und aller Orten literarisch und dokumentarisch belegt. Dieses Belegen hebt das Werk über den Aufschrei der Empörung hinweg, wie man Menschenrecht und Minderheitenschutz m so wie sie in der Helsinki-Deklaration als vade me-cum europäischer Staaten ausgesprochen sind, tatsächlich behandelt. Es ist nicht als Propagandaschrift mit keiner Zeile, mit keinem Wort - angelegt und dennoch ist es aufrüttelnd, wenn man das Geschick der Volksgruppen in Rumänien verfolgt. Die Besiedlung vor allem Transylvaniens und des Banats wird anhand der historischen Quellen nachgezeichnet. Die lockenden Privilegien und ihr Abbau, die unseligen nationalistischen Praktiken, die Grenzverschiebungen, durch Völkerrecht geordnet - das wird dokumentiert und die Schattenseiten einer Nationalitätenpolitik entwickelt. Es werden die Maßnahmen, die im Gesetzestitel sb freundlich klingen, auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht (S 159ff), der Fall des mannhaften Vertreters ungarischer Interessen, K. Király, wird sichtbar gemacht - eine Persönlichkeit, die ungeachtet rumänischer Bespitzelung auch mir gegenüber ganz offen über die tatsächliche Lage der Nationalitäten Rumäniens sprach. Der Verfasser untersucht detail-