Bővebb ismertető
Angesichts der Kriege und Konflikte im Südosten und im Osten Europas ist das Vertrauen in die friedUche Entwicklung Europas nach dem Ost-West-Konflikt verflogen. Europa steht 1993 an der Spitze der Konfliktregionen in der Welt - nirgendwo sonst sind in den zurückliegenden zwei Jahren so viele gewaltsame Auseinandersetzungen neu entstanden wie hier. Das Kernproblem liegt meist in den Nationalitäten- und Minderheitenkonflikten der Region. Alte Auseinandersetzungen um den sozialen und materiellen Status, um Berufs- und Bildungschancen, um kulturelle, sprachliche und religiöse Freiheiten treffen zusammen mit den massiven wirtschaftlichen und politischen Übergangsproblemen der Staaten des ehemals sozialistischen Lagers.
Die Nationalitäten- und Minderheitenproblematik beherrschte den Osten und Südosten Europas bis zum Zweiten Weltkrieg und wurde durch die totalitäre Herrschaft des Kommunismus unterdrückt, aber in keinem Fall gelöst. Der Zerfall der staatlichen Autorität wurde beinahe zwangsläufig zum Auslöser einer Lawine von Nationalitätenproblemen und Minderheitenkonflikten.
Die Gefährlichkeit und Zerstörungskraft ethnisch motivierter Konflikte hat sich seitdem im ehemaligen Jugoslawien und in Teilen der früheren Sowjetunion grausam gezeigt. Aus den bisherigen Erfahrungen mit Kriegen dieser neuen Art und den Versuchen ihrer Begrenzung resultieren drei zentrale Schlußfolgerungen:
- Es geht um mehr als die Fortsetzung der durch die sozialistischen Regime unterbrochenen Auseinandersetzungen, denn die Konflikte werden mit den Mitteln und unter den Bedingungen des späten 20. Jahrhunderts ausgetragen.
- Die Reichweite der Schwierigkeiten erfordert eine weitaus intensivere Beschäftigung mit den verschiedenen Motiven, Ursachen und Interessenlagen der Konfliktparteien als bisher unternommen. Das Maß an strategischer Aufmerksamkeit gegenüber den Nationalitäten- und Minderheitenkonflikten im post-kommunistischen Europa bleibt immer
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