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GESCHICHTE UND INHALT DES MUSEUMS Das archáologische Nationalmuseum feiert dieses Jahr sein hundertjáhriges Jubilaum. Der Museumsbau konnte durch die Grundstücksschenkung von Helene Tositsa und die groBe Unterstützung von Dimitios Bernardakis aufgrund der Pláne Lundwig Langes begonnen werden. 1874 bietet der griechische Staat die Mittel für die Vollendung der Westseite, und im gleichen Jahr werden die Antiken, die bis dahin im Theseion, Barbakeion und der Hadriansstoa aufbewahrt waren, ins neue Museum gebracht. Alle diese und viele andere Sammlungen gehörten dem Zentralarcháologischen Museum an, das durch ein königliches Dekret vom 13. November 1834 gegründet und erst im Theseion untergebracht worden war. Die ursprüngliche Benennung wurde offiziell bis 1888 beibehalten, dann durch ein neues königliches Dekret vom 19. April in Archáologisches National-Museum" umbenannt. Die Bauarbeiten werden 1889 vollendet. Der ursprüngliche Plan Langes wurde durch den bekannten Architekten Ernst Ziller an der Fassade, Ostseite und dem Zentralsaal umgestaltet. So erhielt die Hauptstadt Griechenlands noch ein hervorragendes neuklassizistisches Bauwerk und die griechische Nation ihr erstes groBes und reprásentatives Museum. 1891 werden alle Antiken, die an den verschiedensten Stellen in Athén provisorisch gelagert waren, dort hingebracht. Panagiotis Kavvadias, der damals Generaldirektor der griechischen Altertümer war, hat die Bildwerke in den neuen Sálén aufgestellt und den ersten Katalog veröffentlicht. Der groBe Lehrer der griechischen Archáologie, Christos Tsountas, gestaltete das Inventar der glánzenden mykenischen Sammlung, die die Ausgrabungen Schliemanns auf der Akropolis von Mykene zusammengebracht habén. 1925 wurde die Notwendigkeit einer Erweiterung des Museums spürbar, und so begann der Bau des neuen Flügels. 1939 waren die neuen Ausstellungssále fertig. Der Zweite Weltkrieg jedoch zwang die griechischen Archáologen, das Museum zu schlieBen und die Antiken zu vergraben, um sie vor Zerstörung zu schützen. Nach Kriegsende begannen die mühevollen Arbeiten der Wiederausgrabung der Denkmáler, ihrer Reinigung und ihrer neuen Ausstellung in den Museumssálen, die wiederhergestelit werden muBten. Es ist hervorzuheben, daB die griechischen Archáologen gleich nach 1946 eine provisorische Ausstellung in drei Sálén möglich machten, und sodann einen Saal nach dem anderen fertigstellten und die einmaligen Sammlungen des Museums in wissenschaftlicher Korrektheit und mit hervorragendem ásthetischem Gefühl ausstellten. Unschátzbar war in dieser Hinsicht die Zusammenarbeit der Mitar-