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Warum Nationalparke?Der größte Nationalpark der Erde liegt nicht in den weiten Steppen und Savannen Afrikas und auch nicht In den unendlichen Wäldermeeren Sibiriens, sondern In Kanada zwischen dem großen Sklavensee und dem Athabascasee. Dieser Wood Buffalo Nationalpark, 1922 zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Bisons gegründet, ist mit seiner Fläche von 4,4 Millionen Hektar größer als Dänemark oder die Schweiz. Das größte Schutzgebiet der Erde ist allerdings der 6,5 Millionen Hektar umfassende Wildpark der Etoschapfanne im südwestafrikanischen Amboland. In den Ruf, das kleinste als Nationalpark bezeichnete Reservat der Erde zu sein, müssen sich die zwei jeweils nur 27 Hektar großen Wäldchen Hamra und Norra Kvill In Schweden teilen. Der älteste Nationalpark der Erde ist der im nördlichen Felsengebirge der USA gelegene Yellowstone-Nationalpark, der schon 1872 gegründet wurde. Erst 37 Jahre später ging man in Europa daran. Schweden begann damit underklärte 1909 nicht weniger als neun Gebiete zu Nationalparken. Rund 1 200 Nationalparke oder vergleichbare Schutzgebiete gibt es gegenwärtig auf der Erde, davon allein 290 in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In den Ländern Europas (ohne Sowjetunion) gibt es heute etwa 150 Nationalparke oder ähnliche Naturreservate. Zahlreiche Nationalparke befinden sich noch im Stadium der Planung, so daß ihre Zahl in den nächsten Jahren welter zunehmen wird - eine überaus erfreuliche Erscheinung, wenn man bedenkt, daß Europa mit etwa 90 Menschen pro Quadratkilometer der mit Abstand am dichtesten besiedelte Erdteil Ist. So vielgestaltig wie unser Erdteil insgesamt Ist, so bunt bietet sich auch die Palette der Nationalparke in Europa dar. Neben wilden, verschlossenen oder auch weitgehend unzugänglichen Hochgebirgslandschaften in den Alpen, Karpaten, auf dem Balkan und in Skandinavien gehören dazu auch richtige Steppengebiete wie in Ungarn, nordischeTundren ebenso wie unverfälschte oder absonderliche Teile der Mittelgebirge. Weiten Heidegegenden stehen eisgepanzerte Felseninseln im Eismeer gegenüber. Viele Staaten retteten mit der Erklärung zum Nationalpark ihre letzten Urwälder, interessante Feuchtgebiete wie Seen- und Flußlandschaften, schutzwürdige Dünengürtel vor der Vernichtung. Unübersehbare, rauhe Hochländereien hat man ebenso einbezogen wie altes bäuerliches Kulturland und mediterrane Macchien. Fast alle Landschaftsformen, die es in Europa gibt, sind also in den Nationalparken vertreten. Einen Meeresnationalpark hat man vor kurzem im Ägäischen Meer geschaffen, und die sonderbare Welt des Wattenmeeres wird vielleicht in nicht allzu ferner Zeit an der deutschen Nordseeküste in einem Nationalpark vor der Zerstörung bewahrt werden. Dem schlichten Wanderer und Naturfreund, der faszinierende, ursprüngliche Landschaften liebt, ist es gleich, ob er das erstrebte Natur-