Bővebb ismertető
Einleitung und Vorwort.Die ganze Untersuchung ist eine naturwissenschaftliche, d. h. sie sucht Beobachtungen außen und innen und bestrebt sieh, dieselben in erklärende Verbindung zu bringen. Auf allen andern Gebieten hat sich nur diese Methode bewährt, und nur sie erweitert unser Wissen, nur sie gibt Wissenschaft. Das Glauben hat neben dem Wissen, nicht darin, seine hohe Bedeutung und Existenzberechtigung. Durch Vermischung beider wird Wissen gefälscht, Glauben erniedrigt. Um Spekulationen einer andersartigen Psychologie kümmert sich diese Arbeit nur insoweit, als sie sich dieselben fern halten muß. Am liebsten hätte sie gar nichts davon gesagt; aber veraltete spekulative Gewohnheiten haben in die Auffassung der Psyche falsche Noten hineingetragen, die Vielen das Verständnis rein naturwissenschaftlicher Zusammenhänge erschweren, Andern es ganz unmöglich machen. Es ist da und dort nötig, das Gerümpel zu beleuchten und ausdrücklich wieder hinauszubefördern. Ein Quod erat demonstrandum hat die Untersuchung nicht. Jedes Resultat ist dem Naturforscher gleich willkommen; er sucht nur das, was sich für die Mittel seiner Beobachtung und seiner Logik als Tatsache erweist. Wenn ich bei mir einen Irrtum entdecke, freue ich mich mehr, als wenn ich den eines Andern korrigieren kann; ich habe dann wenigstens einen Fehler wieder los. Die Darstellung natürlich mußte der Kürze wegen manchmal die äußere Form des Beweises einer vorangestellten Anschauung annehmen.Das Objekt der Untersuchung nenne ich Psyche, weil an den andern Ausdrücken zu viel metaphysischer Ballast hängt, der hier das Verständnis stört. Allerdings wird auch die Psyche nicht immer in gleicher Weise abgegrenzt. Man bezeichnet sie gern als das Bewußte; aber für eine wissenschaftliche Untersuchung, die kausal verstehen will, ist ein solcher BegrifE unbrauchbar, weil das Bewußte nur unregelmäßig und zufällig" abgegrenzte Bruchstücke eines Kausalganzen enthält, aus denen die Zusammenhänge nicht zu ersehen sind. Das Unbewußte" muß also Berücksichtigung finden wie das Bewußte. Die Begrenzung nach jenem Gesichtspunkt wäre auch in der Tierpsychologie und in der Psychopathologie unbrauchbar, weil wir da ungenügende oder gar keine Anhaltspunkte besitzen was bewußt ist, und auch beim genauesten Wissen das Kriterium versagt, indem unbewußt und bewußt ohne Grenzen ineinander übergehen. Gleichgültiger ist es, wie weit man die peripheren Funktionen der Empfindungen und Bewegungen einbeziehe; da die psychischen Funktionen nichts anderes Bleuler, Elementarpsychologie.1